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Keine neuen Zuchttiere für den Tierpark Ueckermünde: Nach Tod der Löwin Naemi fordert PETA die Tierparkleiterin zur Aufnahme von Großkatzen aus Zirkusbetrieben auf

 
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Stand August 2017
Ueckermünde / Stuttgart, 24. August 2017 – Neues Refugium für Großkatzen aus Zirkusbetrieben? Nach dem Tod der 18-jährigen Löwin Naemi kündigte der Tierpark Ueckermünde die Fortführung der Löwenhaltung und -zucht an. Naemis gleichaltriger Gefährte Pazur soll bereits im Herbst eine neue Partnerin aus der niederländischen Stadt Emmen bekommen und für Nachwuchs sorgen [1,2]. Die Tierrechtsorganisation PETA bittet Tierparkleiterin Katrin Töpke nun in einem Schreiben darum, die Löwenzucht einzustellen. Stattdessen soll der Zoo künftig ausschließlich Großkatzen aus Zirkusbetrieben aufnehmen und diesen Tieren damit ein neues Zuhause bieten. Etwa 150 Löwen und Tiger warten in deutschen Wanderzirkussen auf ihre Rettung – dort leiden die Tiere unter der Haltung in engen Käfigwagen und der Dressur mit der Peitsche. Veterinärbehörden vermeiden dringend erforderliche Beschlagnahmungen der Großkatzen, da für diese Tiere keine geeigneten Auffangstationen zur Verfügung stehen. PETA weist darauf hin, dass die Aufnahme geretteter Löwen dem Tierpark Sympathien und gesteigertes Besucherinteresse einbringen würde. 

„Zoos züchten ständig Löwen nach, die jedoch verhaltensbedingt nicht ausgewildert werden können. Gleichzeitig warten Dutzende dieser majestätischen Tiere in Zirkusbetrieben auf ihre Rettung“, so Dr. Yvonne Würz, Fachreferentin für Tiere in der Unterhaltungsbranche bei PETA. „Daher appelliert PETA an den Tierpark Ueckermünde, seine Tore für notleidende Großkatzen aus dem Zirkus zu öffnen.“

Löwen werden im Zirkus die meiste Zeit in einen Käfigwagen eingesperrt. Die Peitsche ist das gängige Mittel der Dressur. Neben PETA sprechen sich sowohl die Bundestierärztekammer und der Bundesrat als auch die Mehrheit der deutschen Bevölkerung für ein Verbot von Wildtieren im Zirkus aus. Einer repräsentativen Umfrage vom Dezember 2015 zufolge lehnen zwei Drittel der Deutschen die Haltung von Wildtieren im Zirkus ab. Über 20 europäische Länder, darunter auch Belgien, die Niederlande, Österreich und Griechenland, haben bereits bestimmte oder alle Tierarten im Zirkus verboten. Erst kürzlich haben auch Rumänien und Lettland entsprechende Gesetzesentwürfe verabschiedet.

[1] http://www.nordkurier.de/ueckermuende/loewin-stirbt-im-ueckermuender-tierpark-2229640008.html.
[2] https://www.welt.de/regionales/mecklenburg-vorpommern/article167882026/Trauer-um-Loewin-im-Tierpark-Ueckermuende.html .
 
Weitere Informationen
PETA.de/Zirkus
PETA.de/Zoo
 
Kontakt:
Denis Schimmelpfennig, +49 711 860591-528, DenisS@peta.de