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Kopi Luwak: Tierquälerei aus der Tasse

PETA appelliert an Kaffeehändler und Cafés, Schleichkatzenkaffee aus dem Sortiment zu streichen

Stand November 2012
Gerlingen, 28. November 2012 – Kopi Luwak gilt als teuerster Kaffee der Welt. Hergestellt wird das Getränk aus indonesischen oder vietnamesischen Rohkaffeebohnen, die von Fleckenmusangs – einer Schleichkatzenart – gegessen und unverdaut ausgeschieden werden. Zunächst wurde der Kot von wilden Tieren aufgesammelt, mittlerweile ist daraus ein lukratives Geschäftsmodell entstanden: Indonesische Farmer fangen wildlebende Schleichkatzen ein und halten sie in kleinen Drahtkäfigen, um den Kot gewinnbringend zu verkaufen. Für die nachtaktiven, einzelgängerischen und kletterbegeisterten Fleckenmusangs ist das eine Qual. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. hat nun Kaffeehändler und Cafés in ganz Deutschland angeschrieben und sie dazu aufgefordert, die tierquälerische Kaffeesorte aus dem Sortiment zu streichen.

„Schleichkatzen leiden in Gefangenschaft“, so Kampagnenleiterin Sabine Weick. „Der sogenannte Delikatess-Kaffee ist nichts weiter als ein dekadentes Tierqualprodukt.“

Bildmaterial von Kopi Luwak-Farmen zeigt, wie Fleckenmusangs in engen Käfigen gehalten werden. In den Verschlägen aus Holz- und Metallgittern können sich die Tiere kaum bewegen.

Schleichkatzen ernähren sich unter anderem von reifen Kaffeefrüchten. Da sie nur das Fruchtfleisch verwerten, scheiden sie die unverdauten Kaffeekirschen wieder aus. Durch eine Nassfermention im Verdauungstrakt der Tiere ändern sich nach Angaben der Hersteller die Geschmackseigenschaften der Bohnen. Doch Analysen zeigen: Bitterstoff-, Säure- und Aromastoffgehalt in Kopi Luwak sind nahezu identisch mit den Werten herkömmlicher Kaffees – geschmacklich gibt es nur geringe Unterschiede.

Im deutschen Handel angebotene Kopi Luwak-Bohnen stammen in den seltensten Fällen aus Wildsammlungen. „Wer in Deutschland Kopi Luwak kauft, unterstützt damit höchst wahrscheinlich die tierquälerische Haltung der Schleichkatzen-Farmen“, so Sabine Weick.

Das entsprechende Schreiben ist auf Anfrage erhältlich.

Verängstigte Schleichkatzen in Drahtkäfigen / © PETA Asia-Pacific Die Bilder sind auf Anfrage auch in druckfähiger Qualität erhältlich.

Weitere Informationen:
PETA.de/Schleichkatzenkaffee

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de