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Kreisveterinäramt Lippe gehört zu den tierfreundlichsten Veterinärbehörden Deutschlands – PETA kürt Tops und Flops 2015

Stand Januar 2016
Lippe / Stuttgart, 18. Januar 2016 – Vorbildlicher Einsatz für Tiere: Zum Jahresbeginn veröffentlicht PETA Deutschland e.V. heute eine Rangliste der besten und schlechtesten deutschen Veterinärbehörden 2015. Berücksichtigt wurden Ämter, die bei ihrer Arbeit besonders positiv oder negativ aufgefallen waren, nachdem sie von der Tierrechtsorganisation über einen Missstand informiert wurden. Unter den am besten bewerteten befindet sich auch das Kreisveterinäramt Lippe: Nach einer Recherche erstattete PETA im November 2014 wegen zahlreicher Missstände Strafanzeige gegen den Betreiber einer Ferkelaufzuchtanlage K. im Kreis Lippe. Die Behörde in Lippe nahm daraufhin eine Betriebskontrolle vor und erstellte eine detaillierte Stellungnahme der Missstände – die Folge: ein 2015 rechtskräftig gewordener Bußgeldbescheid gegen den Betreiber der Anlage. Aufgrund dieses vorbildlichen Engagements für den Tierschutz wählte PETA die Behörde auf die Liste der fünf tierfreundlichsten Veterinärämter des Jahres 2015. Die Tierrechtsorganisation fordert alle Amtsveterinäre und Behörden dazu auf, jede Missstandsmeldung ernst zu nehmen und dem Tierschutz insgesamt einen höheren Stellenwert einzuräumen.
„Das Kreisveterinäramt Lippe ist eine der wenigen Behörden, die Tierrechtsorganisationen als Verbündete und nicht als Gegner betrachten – die Verantwortlichen haben diesen eigentlich selbstverständlichen Grundsatz erkannt und in ihrer Arbeit umgesetzt“, so Dr. Edmund Haferbeck, Leiter der Rechts- und Wissenschaftsabteilung bei PETA Deutschland e.V. „Wir hoffen, dass andere Behörden diese Leistung als Ansporn nehmen und sich künftig ebenso engagiert für Tiere einsetzen.“
 
Nach einer verdeckten Ermittlung durch PETA Deutschland e.V. in einem Ferkelaufzuchtbetrieb im Kreis Lippe erstattete die Tierrechtsorganisation Strafanzeige gegen den Betrieb. Die Staatsanwaltschaft Detmold gab das Verfahren dann an das Veterinäramt des Kreises Lippe ab, das eine umfassende Untersuchung vornahm. In einer detaillierten, mehrseitigen Stellungnahme wurden mit Auswertung des PETA-Videomaterials sowie einer daraufhin vorgenommenen unangekündigten Betriebskontrolle Mängel aufgelistet – darunter z. B. eine unzureichende Ausgestaltung der Krankenbucht wegen Fehlens trockener und weicher Einstreu, „Lagerung“ toter Tiere im Stallgang, Aufhängen eines Schweines mit Ohrmarke an einer Beschäftigungskette, nicht ausreichendes Beschäftigungsmaterial, unvorschriftsmäßige Lagerung von Antibiotika und Medikamenten. Der hierzu erlassene Bußgeldbescheid wurde rechtskräftig (Az.: 390.V.02.04.03 – 22 Js 789/14).
 
Die Tierrechtsorganisation steht täglich in Kontakt mit Veterinärbehörden, um Tierschutzmissstände und Fälle von Tiermissbrauch zu melden und zu verfolgen. Dabei konnte die Organisation 2015 in kooperativer Zusammenarbeit mit Amtstierärzten in vielen Fällen sehr gute Erfolge für die Tiere erzielen. Zahlreiche Veterinärbehörden setzen das Tierschutzgesetz bzw. die entsprechenden Verordnungen und Richtlinien jedoch nur unzureichend um.
 
Seit 2012 kürt PETA jährlich die aus Tierschutzsicht negativ oder positiv aufgefallenen Veterinärbehörden.
 

Tote Tiere in der Ferkelzuchtanlage im Kreis Lippe. / © PETA
Das Motiv kann hier in druckfähiger Qualität heruntergeladen werden.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Veterinaeraemter2015
 
Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 860591-529, JanaF@peta.de