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Lange Transporte und harte Dressur: PETA kritisiert Pferdeshow „Apassionata“ in München

Stand Januar 2015
München / Stuttgart, 2. Januar 2015 – Funkensprühen, laute Musik und Scheinwerferlicht – ab heute gastiert die Pferdeshow „Apassionata“ in München. Die Veranstalter werben mit dem Slogan „Die goldene Spur“, doch für die Pferde sieht die Realität keinesfalls glänzend aus: Zuletzt wurden einige der Tiere in der lauten, hektischen Show mit der schmerzhaften Rollkur geritten. Die Rollkur ist eine qualvolle Überdehnung des Halses, bei der der Kopf der Pferde so stark auf die Brust gezogen wird, dass Haltung, Atmung und Orientierung enorm beeinträchtigt werden. Stürze und Verletzungen sind hierbei keine Seltenheit. Eine weitere große Belastung für die bewegungsfreudigen Tiere sind Transport und Unterbringung. Mit bis zu zehn Artgenossen stehen die Pferde bei diesem Showunternehmen dicht nebeneinander gedrängt in Transportern, die sie durch Deutschland und ins Ausland fahren. An den Gastspielorten angekommen, verbringen die Tiere den Großteil des Tages in Boxen – teilweise in Anbindehaltung. Angesichts dieses rücksichtslosen Umgangs mit den Tieren fordert die Tierrechtsorganisation die Verantwortlichen von „Apassionata“ nun auf, in der Show künftig keine Pferde mehr einzusetzen. Weiterhin appelliert PETA an die Bürger von München, die Veranstaltung zu meiden.

„In der ‚Apassionata‘-Show werden die Pferde durch die grellen Lichter und die Hektik enormem Stress ausgesetzt – für die Fluchttiere ist das ein Albtraum“, so Peter Höffken, Fachreferent für Tiere in der Unterhaltungsbranche bei PETA Deutschland e.V. „Pferde gehören auf die Weide und nicht in eine laute Manege, in der sie entwürdigende Kunststücke aufführen müssen.“
 
Unter natürlichen Bedingungen leben Pferde in Gruppen und bewegen sich bis zu 16 Stunden täglich. Bewegungsmangel kann mittelfristig Verhaltensstörungen und Schäden an Muskeln, Sehnen und Skelett verursachen – die Selbstreinigungsmechanismen der Atemwege und der gesamte Stoffwechsel werden durch die ständige Haltung in Boxen und auf LKWs beeinträchtigt.

PETA hat den Einsatz von Tieren in der Unterhaltungsindustrie in der Vergangenheit schon mehrfach kritisiert und zahlreiche Misshandlungen aufgedeckt. Die Organisation fordert die Branche deshalb auf, grundsätzlich auf den Einsatz von Tieren zu verzichten.


Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 - 860 591 529, JanaF@peta.de