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Lebende Krabben in trockenen Kisten gelagert: PETA zeigt Saigon Minimarkt in Dresden beim Veterinäramt an

 
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Stand Oktober 2014
Dresden / Stuttgart, 21. Oktober 2014 – Meerestiere auf dem Trockenen: Augenzeugen beobachteten im Oktober, dass der Dresdner Saigon Minimarkt lebende Krabben in trockenen Styroporboxen ohne Wasser lagerte. Außerdem waren einige Gliedmaßen der teils gefesselten Tiere verstümmelt. Auf Nachfrage von Kunden gaben die Mitarbeiter an, dass es „für die Tiere normal sei, ohne Wasser und ohne besondere Behälter transportiert zu werden.“ Aufgrund der Verstöße gegen §§ 2, 18 TierSchG, sowie gegen § 11 Tierschutzschlachtverordnung hat PETA nun beim zuständigen Veterinäramt Anzeige erstattet. Darüber hinaus fordert die Tierrechtsorganisation den Saigon Minimarkt auf, den Verkauf von Krebstieren umgehend einzustellen.
 
„Der Saigon Minimarkt hält sich nicht an Tierschutzgesetze und behandelt Krebse, als seien sie unsensibles Gemüse, das man in trockenen Kisten stapeln kann“, so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin bei PETA Deutschland e.V. „Dabei sind Krebse faszinierende, intelligente Tiere, die Schmerzen und Stress empfinden können.“

Laut § 2 Tierschutzgesetz müssen alle Tiere, auch Wirbellose und sogenannte „Nutztiere“, ihren Bedürfnissen entsprechend gehalten werden. Die artgemäße Bewegungsmöglichkeit darf nicht so eingeschränkt werden, dass ihnen vermeidbare Leiden zugefügt werden. Krebstiere leben im Wasser und atmen über Kiemen. Die „Verpackung“ in Kartons und Styropor beeinträchtigt sie in erheblichem Maß, setzt sie starkem Stress aus, führt zu Atemnot und schlimmstenfalls zum Erstickungstod.
 
Studien von Professor Elwood von der Queens Universität in Belfast beweisen, dass Hummer und andere Krebstiere Schmerz empfinden.[1] Auch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) attestierte Krebstieren in einer Studie nicht nur ein Bewusstsein, sondern darüber hinaus ein ausgeprägtes Schmerzempfinden und empfiehlt mehr Schutz für die Krebstiere.[2] Eine neue Studie von Wissenschaftlern der Universität in Bordeaux zeigt, dass Krebstiere auch Angst empfinden.[3]

Menschen, die Tierleid verhindern möchten, sollten kein Geld für tierische Produkte ausgeben. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten. Mit dem kostenlosen Veganstart-Programm von PETA gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht.
 
[1] Elwood, R.W. (2012). Evidence for pain in decapod crustaceans. Animal Welfare, 21 (2), 23-27(5).
[2] www.efsa.europa.eu/en/efsajournal/doc/292.pdf
[3) Fossat et al. (2014). Anxiety-like behavior in crayfish is controlled by serotonin. Science 13 June 2014. Vol. 344 no. 6189 pp. 1293-1297


Weitere Informationen:
PETA.de/Hummer
Veganstart.de

Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 - 860 591 529, JanaF@peta.de