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Massenjagd auf Füchse ist unverkennbar illegal – PETA reicht Beschwerde gegen Einstellung des Strafverfahrens ein

 
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Stand März 2014
Kassel / Gerlingen,  4. März 2014 – Illegale Massentötung von Füchsen darf nicht ohne rechtliche Konsequenzen bleiben: Im vergangenen Jahr fand in Hessen eine revierübergreifende Jagd statt, bei der 71 Füchse erschossen wurden. Hierfür wurden 59 Jagdreviere mit circa 29.000 Hektar Land zusammengelegt, um die Jagd in großem Stil abzuhalten. Eine solche Handhabe ist in Hessen nicht vom Bundesjagdgesetz gedeckt und somit rechtswidrig, da das Bundesland ausdrücklich keine Sonderregelungen erlassen hat. Vor diesem Hintergrund hat PETA Deutschland e.V. zusammen mit anderen Tierschutzorganisationen im Februar 2013 Strafanzeige gegen die Jäger gestellt. Nun stellte die Staatsanwaltschaft Kassel das Ermittlungsverfahren ein, da angeblich kein strafbares Verhalten der Jäger nachgewiesen werden konnte. PETA Deutschland e.V. reichte gegen die Einstellung des Ermittlungsverfahrens eine umfassende Beschwerde ein, da diese Jagd unverkennbar gegen geltendes Recht verstößt. Die Tierrechtsorganisation fordert die Staatsanwaltschaft Kassel zudem auf, die Ermittlungen wieder aufzunehmen.
 
„Die Jägerschaft hält sich nicht an die Gesetze und veranstaltet revierübergreifende Jagden, obwohl diese in Hessen rechtswidrig sind“, so Zoologin Ines Hofer, Kampagnenleiterin bei PETA Deutschland e.V „Das Töten von Wirbeltieren ohne vernünftigen Grund ist laut Tierschutzgesetz verboten, daran müssen sich auch Jäger halten.“
 
Außer der Tötungslust der Jäger gibt es keinen vernünftigen Grund für die Jagd auf Füchse. Die von den Jägern immer wieder angeführte Tollwut gilt seit 2006 in Deutschland dank dem Einsatz von Impfködern offiziell als ausgemerzt. Die Wahrscheinlichkeit, sich mit dem Fuchsbandwurm zu infizieren, ist laut Prof. Brehm vom Institut für Hygiene und Mikrobiologie der Universität Würzburg heutzutage geringer als ein Sechser im Lotto.
 
Jäger töten Füchse unter anderem, weil sie die Tiere als Jagdkonkurrenten betrachten. Die Jagd bringt jedoch das Ökosystem durcheinander, denn auch gesunde und junge Tiere werden in großer Zahl erschossen – insgesamt rund 450.000 Tiere pro Jahr. Als Konsequenz brechen stabile Familienverbände auseinander und die Geburtenraten steigen deutlich an. Zahlreiche Studien belegen, dass die Jagd nicht dazu geeignet ist, Fuchspopulationen dauerhaft einzudämmen. Dies ist auch nicht notwendig: Zur Beute der Füchse zählen vor allem Mäuse und alte oder kranke Tiere. Daher ist nicht er für den Rückgang von Rebhuhn-  oder Hasen-Populationen verantwortlich, sondern die industrielle Landwirtschaft und die intensive Bejagung der Tiere durch den Menschen.


 
Weitere Informationen:
PETA.de/Jagd
Kontakt:
Judith Stich, +49 (0) 30 6832666-04, JudithS@peta.de