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Nach Beißvorfall in Ketzin: PETA fordert die Einführung eines „Hundeführerscheins“ für Hundehalter

 
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Nachweis kann Unfälle verhindern und ermöglicht Hunden ein tiergerechteres Leben

Stand Juli 2012
Ketzin (Havelland) / Gerlingen, 3. Juli 2012 – Nachdem am vergangenen Donnerstag im brandenburgischen Ketzin ein Border Collie einem siebenjährigen Mädchen ein Stück vom Ohr abbiss, fordert die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. erneut die Einführung eines „Hundeführerscheins“, der Beißvorfälle verhindern soll. Durch einen Theoriekurs und ein Praxisseminar muss sichergestellt werden, dass potenzielle Hundehalter umsichtig und tiergerecht mit Hunden umgehen. Medienberichten zufolge biss einen Tag zuvor im unweit gelegenen Schildow ein Husky einem elfmonatigen Baby in den Kopf.

„Noch bevor Menschen einen Hund aufnehmen, müssen sie den sachgemäßen Umgang mit ihm lernen und vorweisen“, sagt Charlotte Köhler, Kampagnenleiterin bei PETA. „Ein ‚Hundeführerschein‘ würde notwendiges Basiswissen vermitteln, wie etwa, dass bei einem Zusammentreffen von Hunden und kleinen Kindern immer Vorsicht geboten sein muss und dass gerade kleine Kinder nie unbeaufsichtigt mit Hunden zurückgelassen werden sollten. Jeder Hund, der falsch gehalten und behandelt wird, kann zu einer Gefahr für den Menschen werden – unabhängig davon, ob es ein Schäferhund, ein Dackel oder ein Mischling ist.“

In der Schweiz sind alle Hundehalter bereits seit September 2008 zu einem Sachkundenachweis verpflichtet. Niedersachsen wird als erstes Bundesland in Deutschland 2013 einen allgemeinen „Hundeführerschein“ einführen. In Brandenburg, wo sich die beiden Beißvorfälle ereigneten, schreibt die Ordnungsbehördliche Verordnung über das Halten und Führen von Hunden vor, dass das Halten von als gefährlich eingestuften Hunderassen nur in Ausnahmefällen erlaubt ist und dann ein Sachkundenachweis erbracht werden muss. PETA weist darauf hin, dass die Festlegungen der „Listenhunde“, zu denen weder der Border Collie noch der Husky zählen, auf willkürlichen Annahmen basieren.

Die Einführung von verpflichtenden Kursen wird zudem Menschen, die sich noch nicht ausführlich mit dem Thema Hundehaltung auseinandergesetzt haben, von einem Kauf abrücken lassen. Jedes Jahr landen 80.000 Hunde in deutschen Tierheimen, darunter sehr viele, die unüberlegt „angeschafft“ wurden.

Weitere Informationen:
www.peta.de/hundefuehrerschein
www.peta.de/silkewechsung
www.peta.de/haustiere

Kontakt:
Bartek Langer 07156 17828-27, BartekL@peta.de