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Nach Beißvorfall in Lübeck: PETA fordert Einführung eines „Hundeführerscheins“ für Hundehalter

 
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Nachweis verhindert Unfälle und ermöglicht Hunden ein tiergerechtes Leben

Stand Januar 2012
Lübeck / Gerlingen, 4. Januar 2012 – Mit Hinblick auf einen weiteren Beißvorfall in Schleswig-Holstein, bei dem ein American Bulldog einer Elfjährigen ins Gesicht biss, fordert die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. erneut die Einführung eines sogenannten Hundeführerscheins. Dieser besteht aus einem Theoriekurs, bei dem vor der Aufnahme des Hundes das notwendige Fachwissen erworben wird, und einem anschließenden Praxisseminar in einer Hundeschule, an dem sowohl der Halter als auch sein Hund teilnehmen. Dieses Konzept stellt sicher, dass potenzielle Hundehalter gewissenhaft und tiergerecht mit ihrem Tier umgehen.

„Noch bevor Menschen einen Hund aufnehmen, müssen sie den sachgemäßen Umgang mit Hunden lernen und vorweisen“, sagt Charlotte Köhler, Kampagnenleiterin bei PETA. „Aggression darf erst gar nicht entstehen. Jeder Hund, der falsch gehalten und behandelt wird, kann zu einer Gefahr für den Menschen werden.“

In der Schweiz sind Hundehalter bereits seit September 2008 zu einem „Hundeführerschein“ verpflichtet. Niedersachsen wird diesen 2013 als erstes Bundesland in Deutschland für zukünftige Halter einführen. In Schleswig-Holstein, wo sich der jüngste Beißvorall ereignete, muss nach dem Gefahrhundegesetz für die Haltung von als gefährlich eingestuften „Rassen“ – zu denen der American Bulldog nicht gehört – eine Erlaubnis beantragt werden. Da schlechte Haltung oder gewaltsame Erziehung jeden Hund aggressiv machen können, ist ein allgemeiner „Hundeführerschein“ nicht nur zur Verhinderung von Beißvorfällen sinnvoll, er trägt auch dem Tierschutzgedanken Rechnung. Erst im Dezember hatte das schleswig-holsteinische Verwaltungsgericht Teile des Gefahrenhundegesetzes für möglicherweise verfassungswidrig erklärt. Ein „Hundeführerschein“ ist die einzige tier- und verfassungsrechtlich saubere Lösung.

Die Einführung von verpflichtenden Theoriekursen wird zudem Menschen, die sich noch nicht ausführlich mit dem Thema Hundehaltung beschäftigt haben, von einem Spontankauf abrücken lassen. Jedes Jahr landen 78.000 Hunde in deutschen Tierheimen, darunter sehr viele Tiere, die unüberlegt „angeschafft“ wurden.

Weitere Informationen:
www.peta.de/hundefuehrerschein
www.peta.de/web/silkewechsung
www.peta.de/haustiere

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de