Spenden
 »  »  » Nach Beißvorfall in Norderstedt: PETA fordert Einführung eines „Hundeführerscheins“ für Hundehalter - Mai 2012

Nach Beißvorfall in Norderstedt: PETA fordert Einführung eines „Hundeführerscheins“ für Hundehalter

 
Banner
 
 
Empfohlene Beiträge

Nachweis verhindert Unfälle und ermöglicht Hunden ein tiergerechtes Leben

Stand Mai 2012
Norderstedt / Gerlingen, 3. Mai 2012 – Mit Hinblick auf einen weiteren Beißvorfall in Schleswig-Holstein, bei dem ein unangeleinter Mischlingshund am Montagnachmittag einen Neunjährigen und dessen Mutter auf einem Spielplatz verletzte, fordert die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. erneut die Einführung eines sogenannten Hundeführerscheins. Dieser besteht aus einem Theoriekurs, bei dem vor der Aufnahme des Hundes das notwendige Fachwissen erworben wird, und einem anschließenden Praxisseminar in einer Hundeschule, an dem sowohl der Halter als auch sein Hund teilnehmen. Das Konzept stellt sicher, dass potenzielle Hundehalter gewissenhaft und tiergerecht mit ihrem Tier umgehen und bietet so den sichersten Schutz vor Beißvorfällen – nicht nur auf öffentlichen Wegen, sondern auch im Privaten.

„Noch bevor Menschen einen Hund aufnehmen, müssen sie den sachgemäßen Umgang mit Hunden lernen und vorweisen“, sagt Charlotte Köhler, Kampagnenleiterin bei PETA. „Halter müssen befähigt sein, ihre Tiere kompetent und konsequent gewaltfrei zu erziehen. Aggression darf erst gar nicht entstehen. Jeder Hund, der falsch gehalten und behandelt wird, kann zu einer Gefahr für den Menschen werden.“

In der Schweiz sind Hundehalter bereits seit September 2008 zu einem „Hundeführerschein“ verpflichtet. Niedersachsen wird diesen 2013 als erstes Bundesland in Deutschland für zukünftige Halter einführen. In Schleswig-Holstein, wo sich der jüngste Beißvorfall ereignete, muss nach dem Gefahrhundegesetz für die Haltung von als gefährlich eingestuften Rassen eine Erlaubnis beantragt werden. Da schlechte Haltung oder gewaltsame Erziehung jeden Hund aggressiv machen können, ist ein allgemeiner „Hundeführerschein“ nicht nur zur Verhinderung von Beißvorfällen sinnvoll, er trägt auch dem Tierschutzgedanken Rechnung.

Die Einführung von verpflichtenden Theoriekursen wird zudem Menschen, die sich noch nicht ausführlich mit dem Thema Hundehaltung beschäftigt haben, von einem Spontankauf abrücken lassen. Jedes Jahr landen etwa 78.000 Hunde in deutschen Tierheimen, darunter sehr viele Tiere, die unüberlegt „angeschafft“ wurden.


Weitere Informationen:
www.peta.de/hundefuehrerschein
www.peta.de/web/silkewechsung
www.peta.de/haustiere

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de