Spenden
 »  »  » Nach Beißvorfall in Suhl: PETA fordert Einführung eines „Hundeführerscheins“ für Hundehalter Nachweis kann Unfälle verhindern und ermöglicht Hunden

Nach Beißvorfall in Suhl: PETA fordert Einführung eines „Hundeführerscheins“ für Hundehalter

Nachweis kann Unfälle verhindern und ermöglicht Hunden ein tiergerechtes Leben

 
Banner
 
 
Empfohlene Beiträge

Nachweis kann Unfälle verhindern und ermöglicht Hunden ein tiergerechtes Leben

Stand Februar 2012
Suhl (Thüringen) / Gerlingen, 28. Februar 2012 – Nachdem am vergangenen Dienstag eine 59-jährige Frau von einem freilaufenden Mischlingshund im thüringischen Suhl mehrfach ins Bein gebissen wurde, fordert die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. erneut für alle Hundehalter die Einführung eines sogenannten Hundeführerscheins. Dieser besteht aus einem Theoriekurs, bei dem vor der Aufnahme des Hundes das notwendige Fachwissen erworben wird, und einem anschließenden Praxisseminar in einer Hundeschule, an dem sowohl der Halter als auch sein Hund teilnehmen. Dieses Konzept stellt sicher, dass potenzielle Hundehalter gewissenhaft und tiergerecht mit ihrem Tier umgehen.

„Noch bevor Menschen einen Hund aufnehmen, müssen sie den sachgemäßen Umgang mit Hunden lernen und vorweisen“, sagt Charlotte Köhler, Kampagnenleiterin bei PETA. „Aggression darf erst gar nicht entstehen. Jeder Hund, der falsch gehalten und behandelt wird, kann zu einer Gefahr für den Menschen werden.“

In der Schweiz sind Hundehalter bereits seit September 2008 zu einem Sachkundenachweis verpflichtet. Niedersachsen wird als erstes Bundesland in Deutschland 2013 einen „Hundeführerschein“ einführen. In Thüringen, wo sich der jüngste Beißvorall ereignete, ist nur für die als gefährlich eingestuften Rassen ein Sachkundenachweis erforderlich: Im „Thüringer Gesetz zum Schutz der Bevölkerung vor Tiergefahren“ vom Juni 2011 werden Pitbull-, American Staffordshire-Terrier und Staffordshire-Bullterrier, sowie deren Kreuzungen mit anderen Hunden beispielsweise als „gefährliche“ Rassen eingestuft, jedoch weist PETA diesbezüglich darauf hin, dass die Festlegungen der „Listenhunde“ auf willkürlichen Annahmen basieren. Auch die jüngst vom thüringischen Landesverwaltungsamt veröffentlichen Zahlen belegen, dass die willkürliche Stigmatisierung ihr Ziel verfehlt. Die Zahl der Beißvorfälle ist gestiegen und dabei wird die Statistik von Hunden angeführt, die nicht als gefährlich gelten.

Die Einführung von verpflichtenden Kursen wird zudem Menschen, die sich noch nicht ausführlich mit dem Thema Hundehaltung auseinandergesetzt haben, von einem Kauf abrücken lassen. Jedes Jahr landen 78.000 Hunde in deutschen Tierheimen, darunter sehr viele, die unüberlegt „angeschafft“ wurden.

Weitere Informationen:
www.peta.de/hundefuehrerschein
www.peta.de/web/silkewechsung
www.peta.de/haustiere

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de