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Nach Hinweis von PETA: Tourist-Information Neustadt streicht Seminare mit Foie gras

 
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Tierrechtsorganisation zeichnet Veranstalter mit „Stopfleber-frei“-Urkunde aus

Stand November 2014
Neustadt an der Weinstraße / Stuttgart, 6. November 2014 – Schluss mit Stopfleber: Die Tourist-Information Neustadt an der Weinstraße wird in Zukunft keine Seminare mehr anbieten, in denen Foie gras zubereitet wird – weder auf dem Weihnachtsmarkt der Kunigunde noch bei anderen Veranstaltungen. Diesen Entschluss teilte Martin Franck, Büroleiter der städtischen Einrichtung, PETA Deutschland e.V. am Wochenanfang mit. Die Tierrechtsorganisation hatte die Verantwortlichen vor einigen Wochen angeschrieben und über die tierquälerische Praxis auf Stopfleberfarmen informiert. PETA dankt für  diese vorbildliche Entscheidung und zeichnet die Tourist-Information jetzt mit einer „Stopfleber-frei“-Urkunde aus.

„Wir freuen uns vor allem im Namen der Tiere und möchten uns bei der Büroleitung bedanken. Durch diesen tierfreundlichen Entschluss bleibt zahlreichen Gänsen und Enten die schmerzvolle Qual des Stopfens erspart“, so Lisa Wittmann, Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA Deutschland e.V. „Wir hoffen, dass sich weitere Einrichtungen diesem zukunftsweisenden Beispiel anschließen und Stopfleber in Zukunft keinen Platz mehr in ihren Angeboten einräumen werden.“
 
Eine Nachfrage beim Statistischen Bundesamt ergab, dass allein im Jahr 2012 aus Frankreich, Ungarn und den Niederlanden 77 Tonnen Stopfleber nach Deutschland importiert wurden, für die über 100.000 Enten und Gänse sterben mussten.

Medizinisch gesehen ist die verfettete Leber (Steatosis hepatis) ein krankhaft verändertes Organ. Den betroffenen Enten und Gänsen wird mehrmals täglich ein langes Rohr in den Hals gestoßen, über das sie mit großen Mengen Getreide zwangsgestopft werden. In ihrem kurzen Leben leiden die Tiere durch diese Zwangsmaßnahme an Erkrankungen wie Verletzungen des Rachenbereichs, Atemnot, Prellungen, Knochenbrüche, Darmentzündungen, Leberzirrhose und -blutungen, Durchfall, Herz- und Nierenversagen. Die Stopfleber ist folglich ein extrem geschädigtes Organ von gequälten Tieren. PETA fordert ein Verkaufsverbot von Stopfleber und bietet Interessierten die Möglichkeit, sich an einer Petition für ein entsprechendes Gesetz in Deutschland zu beteiligen.

Zahlreiche Prominente unterstützen PETAs Anti-Stopfleber-Kampagne, darunter James Bond-Legende Sir Roger Moore, Formel-1-Rennfahrer Adrian Sutil, Oscarpreisträgerin Kate Winslet, Model Tamara Ecclestone, Autorin Charlotte Link oder auch Gastronomieberaterin Eva Miriam Gerstner.

Menschen, die Tierleid verhindern möchten, sollten kein Geld für tierische Produkte ausgeben. Mit PETAs kostenlosem VeganStart-Programm gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten.
 

Weitere Informationen:
Stopfleber.Info
PETA.de/Stopfleberrecherche2012
PETA.de/Stopfleber
Veganstart.de
 
Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 - 860 591 529, JanaF@peta.de