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Nach PETA-Recherche: Auch Modekonzern Marc O´Polo künftig ohne Produkte mit Angorawolle

Stand Dezember 2013
Stephanskirchen / Gerlingen, 9. Dezember 2013 – Die aktuelle PETA-Recherche über die brutale Tierquälerei bei der Produktion von Angora-Wolle zieht weitere Kreise: Wie der in Stephanskirchen ansässige internationale Modekonzern Marc O´Polo nun PETA Deutschland e.V. gegenüber bestätigte, werden ab sofort keine Angora-Wollprodukte mehr produziert. In den vergangenen zwei Wochen haben bereits namhafte Unternehmen der Textilbranche wie H&M, Esprit, New Look, New Yorker oder C&A bekannt gegeben, keine Angora-Produkte mehr zu ordern oder herzustellen. Die Videoaufnahmen von PETA Asien haben enthüllt, dass Angorakaninchen vor Schmerzen schreien und sich winden, während ihnen auf chinesischen Farmen das Fell ausgerissen wird. Etwa 90 Prozent der weltweit produzierten Angorawolle stammt aus China. PETA Deutschland e.V. fordert die Textilbranche nun auf, Angora-Produkte vollständig und dauerhaft aus dem Sortiment zu nehmen.

„Wir freuen uns sehr, dass jetzt auch das Modeunternehmen Marc O´Polo so schnell reagiert und ab sofort keine Angora-Produkte mehr herstellt und anbietet“, so Peter Höffken, Kampagnenleiter bei PETA. „Wir stehen mit weiteren Unternehmen der Branche in Kontakt, denn jede verantwortungsvolle Modefirma sollte Angora-Produkte komplett aus dem Sortiment nehmen. Auch die Verbraucher signalisieren eindeutig: Kein Tierqualprodukt in den Regalen.“

Für die Fellproduktion werden die langhaarigen Angorakaninchen ohne Schutz vor Kälte und Witterung einzeln in engen Drahtkäfigen gehalten und bis zu viermal im Jahr gerupft, geschoren oder rasiert. Insbesondere das Rupfen der Kaninchen bis auf die Haut ist für Farmer lukrativ, weil somit die gesamte Haarfaser verkauft werden kann. Das Scheren ist ähnlich brutal: Die Tiere werden auf eine Art Streckbank gespannt und erleiden oftmals Hautverletzungen durch die Scherwerkzeuge.

Tiere, die diese extrem stressigen Bedingungen überleben, werden in der Regel alle zwei bis fünf Jahre ausgetauscht und getötet. Arbeiter brechen den Kaninchen das Genick, das Fleisch verkaufen die Farmer an lokale Märkte. China hat kein Tierschutzgesetz, und der Umgang mit Tieren auf Angora-Farmen wird weder kontrolliert, noch bestraft.
 

Weitere Informationen:
PETA.de/Angora

Kontakt:
Anneli Ick, +49 (0) 7156 17828-27, AnneliI@peta.de