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Nach Stilllegung des Wiesenhof-Schlachthofs in Möckern – PETA fordert weitere Konsequenzen

 
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Stand März 2012
Möckern / Gerlingen, 6. März 2012 – Herber Schlag gegen Wiesenhof: Nachdem Behörden den Schlachthof des größten Geflügelproduzenten Deutschlands in Möckern stilllegten, steht der dortige Betrieb kurz vor der Schließung. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. begrüßt den mutigen Schritt des zuständigen Landratsamtes und fordert weiter ein konsequentes Durchgreifen.

„Das Image von Wiesenhof ist nach den Ermittlungen von PETA derart ramponiert, dass auch Behörden mittlerweile den Mut haben, die systemimmanenten Missstände in Wiesenhof-Betrieben anzugehen“, mutmaßt Dr. Edmund Haferbeck, Agrarwissenschaftler bei PETA. „Wenn eine Behörde diesen finalen Verwaltungsakt exekutiert, muss viel passiert sein.“

Für PETA scheinen die Zeiten, in denen Wiesenhof gar über dem Gesetz stand, wie im Fall Möckern, vorbei. „Wenn ein Geschäftsführer eines Schlachthofes meint, klar definierte Zahlen/Zeiten/Gradangaben ‚interpretieren‘ zu können – zum Vorteil von Wiesenhof und zum Nachteil der Beschäftigten, der Kontrolleure sowie der Verbraucher – zeigt dies die mangelnde Rechtstreue eines zu mächtig gewordenen Unternehmens“, resümiert Dr. Haferbeck. „Vom Brutschrank bis zum Schlachtmesser – das System Wiesenhof stinkt – und sinkt.“

Erst im vergangenen Monat hatte das Amtsgericht Vechta in der Heimat von Wiesenhof ein Notwegerecht für Wiesenhofs Schlachthof in Lohne abgewiesen. Zudem haben die Behörden im Jerichower Land und in Halle Bürgern vollumfängliche Akteneinsicht in Wiesenhof-Dokumente gewährt, deren Einsicht der Geflügelproduzent bislang nur durch eine Klage vor dem Verwaltungsgericht verhindern konnte.

PETA hatte bereits Mitte 2011 die Praktiken in Möckern kritisiert. Den entsprechenden MDR-Beitrag gibt es hier.

Weitere Informationen:
www.peta.de/wiesenhof
www.peta.de/grotelueschen
http://streams.petatv.de/MDR-Bericht-Schlachthof/

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de