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Niemegk: 35 verwahrloste Hunde aus Wohnung einer Hundezüchterin beschlagnahmt – PETA lobt Veterinäramt Potsdam-Mittelmark für konsequentes Handeln

 
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Organisation zeigte zuvor Animal Hoarding an

Stand Mai 2016
Niemegk (Potsdam) / Stuttgart, 3. Mai 2016 – Vorbildliche Rettung: Das Veterinäramt Potsdam-Mittelmark beschlagnahmte am vergangenen Freitag im brandenburgischen Neuendorf bei Niemegk 35 stark verwahrloste Hunde, die von einer Hundezüchterin monatelang in einem Einfamilienhaus gehalten wurden. Das sogenannte Animal Hoarding ist das krankhafte „Sammeln“ und Halten von Tieren. Mehrere Tierfreunde wandten sich zuvor an PETA und berichteten immer wieder von unhaltbaren Zuständen: Im vermüllten Haus züchtete die pflegebedürftige 57-jährige Frau, die sich kaum um sich selbst kümmern kann, zahlreiche Welpen – im Verkauf der Tiere sah sie das große Geld. Die Tierrechtsorganisation setzte sich sofort mit dem Veterinäramt Potsdam-Mittelmark in Verbindung und erstattete Anzeige. Seit 2014 war Petra Thiem, die Amtliche Tierärztin der Kreisverwaltung, immer wieder in dem Haus der Züchterin erschienen, um auf die Einhaltung der Bestimmungen zu Haltung und Pflege zu drängen. Nachhaltig geändert hat sich jedoch nie etwas: Bei ihrer letzten Kontrolle fand die Veterinärin in Küchenpapier eingerollte, wenige Tage alte tote Welpen auf dem Küchentisch. Die Mutter der Tiere musste aufgrund einer offenen eitrigen Entzündung ihres Gesäuges eingeschläfert werden. Das Veterinäramt Potsdam-Mittelmark handelte nun vorbildlich und beschlagnahmte alle Hunde. Die Tiere wurden in ein Tierheim gebracht, der Züchterin wurde ein Tierhalte- und Zuchtverbot verhängt.
 
„Wir freuen uns sehr, dass das Veterinäramt im Fall der Hundezüchterin aus Niemegk so konsequent durchgegriffen hat. Menschen, die Tiere unter derart katastrophalen Bedingungen halten und vermehren müssen bestraft werden“, so Dörte Röhl, Tierärztin und Fachreferentin für Tierische Mitbewohner bei PETA. „Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt. Wir hoffen, dass diese beherzte Aktion zum Wohl der Hunde Signalwirkung für andere Behörden haben wird.“
 
In deutschen Haushalten leben bereits etwa acht Millionen Hunde. Züchter „produzieren“ weiterhin reichlich Nachwuchs, obwohl jährlich allein in Deutschland insgesamt etwa 300.000 Tiere im Tierheim abgegeben oder einfach ausgesetzt werden – davon allein etwa 80.000 Hunde. PETA appelliert an alle Tierfreunde, die Zucht nicht zu unterstützen und stattdessen einem heimatlosen Tier aus dem Tierheim ein neues Zuhause zu schenken, denn: Die Zuchtindustrie handelt immer verantwortungslos und am Profit orientiert. Tiere sind keine Ware und sollten daher immer aus einem Tierheim adoptiert und niemals gekauft werden, solange die Tierheime voll sind.
 

Bild 1: Ein erst wenige Tage alter, toter Welpe eingerollt in Küchenpapier. / © Petra Thiem
Bild 2:Stark verwahrloste und kranke, überlebende Welpen. / © Petra Thiem
 
Die druckfähigen Motive können hier und hier heruntergeladen werden.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/AnimalHoarding
PETA.de/Tierqual
PETA.de/Themen/Tierische_Mitbewohner
 
Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 860591-529, JanaF@peta.de