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Offenbach: Tierquäler legt mit Gift und Nadeln präparierte Köder aus – PETA bietet 500 Euro Belohnung für Hinweise

 
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Tierrechtsorganisation gibt Tipps für Hundehalter bei Vergiftungs-Gefahr

Stand Oktober 2017
Offenbach am Main / Stuttgart, 13. Oktober 2017 – Suche nach Tierquäler: Die Stadt Offenbach warnt in einer Pressemitteilung eindringlich vor präparierten Ködern, die ein unbekannter Tierquäler im Stadtgebiet ausgelegt hat. Am 5. Oktober fanden Spaziergänger in einem Waldstück hinter der Gaststätte des TC Rosenhöhe zwei mit Stecknadeln und weißen Tabletten gespickte Sesam-Backwarenstücke. Am 7. Oktober wurden verdächtige Hackfleischbällchen gefunden. Für die Köder wurde eine toxikologische Untersuchung beim Hessischen Landeslabor in Gießen eingeleitet. Die Stadt Offenbach bittet um Zeugenhinweise. Auch verdächtige Funde sollten sofort bei der Kripo Offenbach (Tel.: 069 8098-6152 oder -6153), bei der Stadtpolizei (Tel.: 069 8065-2123 oder -3195) oder beim Veterinäramt Offenbach (Tel.: 069 8065-4910) gemeldet werden. Um die Suche nach dem Tierquäler zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation PETA nun eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zu seiner Ergreifung führen. Zeugen können sich ebenso telefonisch unter 01520 7373341 oder per E-Mail bei PETA melden – auch anonym.
 
„Der Täter muss schnellstmöglich gefasst werden, damit Vierbeiner in Offenbach wieder sorglos spazieren geführt werden können“, so Judith Pein im Namen von PETA. „Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Der Täter muss sich außerdem darüber im Klaren sein, dass mit Gift oder gefährlichen Gegenständen präparierte Köder nicht nur für Hunde, Katzen und freilebende Tiere, sondern auch besonders für Kinder lebensbedrohlich sein können.“
 
PETA hat gemeinsam mit Josera einen umfangreichen Giftköder-Ratgeber erstellt, der hier kostenlos als E-Book heruntergeladen werden kann.
 
Tipps für Erste-Hilfe-Maßnahmen: Besteht der Verdacht, dass ein Tier einen mit Gift oder gefährlichen Gegenständen gespickten Köder gegessen hat, muss umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden. Es besteht Lebensgefahr – das Tier kann an inneren Verletzungen qualvoll sterben. Bei Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Durchfall, starker Unruhe oder Apathie, einer gelblichen Verfärbung der Schleimhäute, blassem Zahnfleisch, großen Pupillen, Atembeschwerden oder Krämpfen muss ebenfalls umgehend der Tierarzt aufgesucht werden – denn Gift wirkt schnell. Der Hund sollte beruhigt und angeleint werden. Ein Maulkorb oder eine Maulschlinge darf nicht angelegt werden, da Erstickungsgefahr bei Erbrechen droht. Ist das Tier bereits bewusstlos, sollte es in die stabile Seitenlage gebracht und die Atemwege freigehalten werden. Für eine schnelle Diagnose ist es sinnvoll, eine Probe des Köders oder des Erbrochenen mit zum Tierarzt zu nehmen.
 
Fälle von Tierquälerei werden täglich in Deutschland aufgedeckt. Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen.

Weitere Informationen:
PETA.de/Giftkoeder
PETA.de/Tierquälerei
PETA.de/ZeugeVonGrausamkeit
Veganblog.de/2016/08/Melderegister-Giftkoeder-Berlin/

Das Video zur ersten Hilfe beim Hund:
PETA.de/Erste-Hilfe-für-den-Hund

Kontakt:
Denis Schimmelpfennig, +49 711 860591-528, DenisS@peta.de