Spenden
 »  »  » Oßling: Drei Schwerverletzte bei Unfall mit Pferdekutsche – PETA fordert Kutschenverbot von Landrat

Oßling: Drei Schwerverletzte bei Unfall mit Pferdekutsche – PETA fordert Kutschenverbot von Landrat Harig

 
Banner
 
 
Empfohlene Beiträge
Stand September 2017
Oßling / Stuttgart, 11. September 2017 – Schwerer Kutschenunfall im Landkreis Bautzen: Einer Polizeimeldung zufolge kam es am Freitag in Oßling zu einem Unfall mit einer Pferdekutsche, bei dem drei Menschen schwerverletzt wurden. Die Tierrechtsorganisation PETA hat jetzt Landrat Michael Harig gebeten, ein Verbot von Pferdekutschen im Landkreis Bautzen zu prüfen – zum Schutz von Mensch und Tier. Am Freitagabend fuhr ein 38-jähriger Autofahrer auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Weißig und Lieske auf eine vorausfahrende Pferdekutsche auf, weil er diese hinter einer Bergkuppe vermutlich zu spät bemerkte. Der Kutscher sowie zwei männliche Mitfahrer – darunter ein elfjähriges Kind – wurden schwerverletzt in Krankenhäuser gebracht. PETA veröffentlichte Anfang 2017 die neue Pferdekutschen-Unfallchronik und warnt eindringlich vor solchen Fahrten: Bei mindestens 41 Kutschunfällen wurden 2016 insgesamt vier Menschen getötet und 61 Fahrgäste zum Teil schwer verletzt. Zudem starb ein Pferd, sieben weitere Tiere trugen Verletzungen davon.
 
„Die langsamen Pferdekutschen verursachen auf den Straßen immer wieder gefährliche Situationen. Sie gehören einfach nicht in den modernen Straßenverkehr“, so Peter Höffken, Fachreferent bei PETA. „Da die Gefährte weder über sichere Bremssysteme, Airbags, noch über eine Knautschzone verfügen, sind schwere Unfälle mit Kutschen vorprogrammiert. Die Risiken bei Kutschfahrten sind außerdem unkontrollierbar, da Pferde Fluchttiere sind und selbst bei geringen Störungen leicht in Panik geraten können. Die einzige Lösung zum Schutz von Mensch und Tier ist deshalb ein Verbot von Kutschfahrten.“
In Rothenburg ob der Tauber wurde bereits im August 2010 das Pferdekutschenverbot für den historischen Kern der Altstadt vom Bayerischen Verwaltungsgerichtshof bestätigt.
 
Pferde sind sehr sensible und soziale Lauftiere, die in einer Herde leben möchten. Sie benötigen gutes Futter und stets frisches Wasser, Pflege und medizinische Versorgung. Selbstverständlich sollten zudem natürliches Sonnenlicht und frische Luft zur Verfügung stehen. Wenn diese essenziellen Haltungsvoraussetzungen nicht oder nur unzureichend gegeben sind, bedeutet das für die Tiere ein leidvolles Leben und führt auf Dauer zu lebensgefährlichen körperlichen Beeinträchtigungen. Ein Pferd in guter Haltung kann 35 Lebensjahre und mehr erreichen.

Weitere Informationen:
PETA.de/Pferdekutschen
PETA.de/Pferdekutschenunfälle

Kontakt: 
Denis Schimmelpfennig, +49 711 860591-528, DenisS@peta.de