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PETA-Expertin gibt Tipps für heiße Sonnentage

 
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So helfen Tierhalter ihren Hunden, die Hitze gut zu überstehen

Stand Juni 2015
Stuttgart, 4. Juni 2015 – Die Sonne ist da! Menschen und Tiere genießen die warmen Tage. Doch trotz aller Freude über die Sonnenstunden brauchen gerade Hunde besonderen Schutz und das wachsame Auge ihres menschlichen Begleiters, wenn die Außentemperaturen steigen. Denn Kreislauf und Körpertemperatur der Tiere sind sehr sensibel, da Hunde nicht am Körper schwitzen können. Sie regulieren ihre Körpertemperatur über das Hecheln und über die Pfoten. Besonders wichtig: Hunde dürfen bei hohen Temperaturen unter keinen Umständen im Auto zurückgelassen werden. Innerhalb weniger Minuten heizt sich das Wageninnere so auf, dass die Vierbeiner kollabieren und sterben können. Für Hunde wird es im Auto schon bei mehr als 15°C Außentemperatur schnell zu heiß! Daher gilt besondere Vorsicht nicht nur an den richtig heißen Tagen des Jahres. PETA-Expertin Sylvie Bunz hat hilfreiche Tipps zusammengestellt.
 
„Hitze kann Hunden sehr zu schaffen machen“, so Sylvie Bunz. „Wer gut informiert ist, verhilft seinem Vierbeiner zu tollen Sonnentagen ohne Wärmeleiden.“
 
PETAs Tipps für heiße Tage:
  • Reichlich Flüssigkeit: Zu Hause muss der Wassernapf stets gefüllt sein; für unterwegs können Hundehalter Wasser in einer Flasche mitnehmen, das sie ihrem Vierbeiner immer wieder anbieten sollten.
  • Vorsicht bei hautempfindlichen hellen Tieren: Hier ist das Eincremen mit Sonnencreme auf Nasenrücken und Ohren nötig, um den Hund vor Sonnenbrand zu schützen. Dabei sollte ein ungiftiges Naturkosmetikprodukt gewählt werden, falls der Hund es schafft, die Creme abzuschlecken.
  • Große Nahrungsportionen sind bei Hitze sehr schwer verdaulich, daher ist es besser, kleine Portionen bereitzustellen.
  • Sportliche Anstrengungen – wie das Laufen am Fahrrad – bei großer Hitze vermeiden.
  • Spaziergänge sollten während der kühleren Morgen- und Abendstunden stattfinden.
  • Ein nasses Kinder-T-Shirt am Leib sorgt bei vielen Hunden für Begeisterung und kühlt den Körper beim Spaziergang.
  • Bei manchen Hunden kann das Kürzen des Fells Erleichterung verschaffen. Dabei sollte das Fell nicht zu kurz geschnitten werden, da es gleichzeitig auch als Sonnenschutz dient.
  • Hunde mit zuchtbedingt verkürzten Nasen wie zum Beispiel Mops & Co benötigen besondere Schonung, da sie in ihrer Thermoregulation ohnehin eingeschränkt sind. Starke Hitze bedeutet für diese Tiere schnell Lebensgefahr.
  • Vorsicht bei der Autofahrt mit offenem Fenster: Die Zugluft kann bei Hunden schmerzhafte Augenentzündungen verursachen.
  • Auf keinen Fall dürfen Tiere im Auto zurückgelassen werden: Da Hunde nur wenige Schweißdrüsen haben und sich hauptsächlich über das Hecheln abkühlen, erleiden sie im heißen Wageninneren schnell irreparable Organschäden oder sogar einen Herzstillstand! Anzeichen für Überhitzung beim Hund sind starkes Hecheln und Apathie, teils aber auch Nervosität. Sehr starkes Hecheln, Taumeln, eine dunkle Zunge oder ein glasiger Blick und Erbrechen lassen darauf schließen, dass der Hund vermutlich bereits einen Hitzeschlag erlitten hat und in akuter Lebensgefahr schwebt.
  • Wer einen im Auto eingesperrten Hund sieht, sollte umgehend die Polizei rufen oder die Scheibe einschlagen, wenn es dem Tier sichtbar schlecht geht – So kann dem Hund gegebenenfalls das Leben gerettet werden!
  • Erste-Hilfe-Maßnahmen: Das überhitzte Tier muss sofort in den Schatten gebracht werden. Der Körper des Hundes sollte mit handwarmem oder leicht kühlem Wasser gekühlt werden. Das dringend notwendige Trinkwasser darf ebenfalls nicht eiskalt sein. Anschließend muss das Tier umgehend zum Tierarzt, auch, wenn sich sein Zustand durch die Erste-Hilfe-Maßnahmen scheinbar verbessert hat.
Weitere Informationen:
PETA.de/Hotdogs
PETA.de/Niemals
PETA.de/Hitzetipps
 
Kontakt:
Judith Stich, +49 (0)30 6832666-04, JudithS@peta.de