Spenden
 »  »  » PETA gründet gemeinnütziges Life-Science-Konsortium – Gemeinsam mit den internationalen Schwesternorganisationen stehen tierversuchsfreie Testverfahre

PETA gründet gemeinnütziges Life-Science-Konsortium – Gemeinsam mit den internationalen Schwesternorganisationen stehen tierversuchsfreie Testverfahren im Fokus

Europäische Chemikalienagentur vergibt Status eines akkreditierten Interessenverbandes

Stand September 2013
London (GB) / Gerlingen, 30. September 2013 – Tierversuchsfreie Testverfahren auf dem Vormarsch: Die Tierrechtsorganisation PETA USA und PETA UK gründen gemeinsam mit ihren Schwesterorganisationen in Europa und Asien eine zukunftsweisende internationale biowissenschaftliche Abteilung – PETA International Science Consortium, Ltd. (PISC). In Zusammenarbeit mit der Industrie, privaten Forschungseinrichtungen und Zulassungsbehörden setzt PISC künftig wissenschaftliche Ressourcen gezielt für Strategien zur Förderung und Einführung von tierversuchsfreien Testverfahren auf nationaler und internationaler Ebene ein.

„Die Wissenschaftler von PISC geben ihre evidenzbasierten Kenntnisse im Bereich neuester tierversuchsfreier Testverfahren an staatliche Regulierungsbehörden sowie an Unternehmen, die Tiere zu Versuchszwecken (Tierversuchslabore) verwenden, weiter“, so PISC-Direktorin, Jessica Sandler. „Durch den Einfluss auf nationale und internationale Prüfbestimmungen und -richtlinien wird PISC Länder in aller Welt bei einem zügigeren Wandel hin zu einer modernen, humanen, tierversuchsfreien Forschung unterstützen.“

PETA setzt damit ein richtungsweisendes Beispiel: Bereits seit mehr als zehn Jahren agiert die Tierrechtsorganisation auf dem biowissenschaftlichen Markt und nimmt dabei weltweit eine führende Stellung ein. Die Wissenschaftler von PISC verfügen über ein breites Spektrum an einschlägigem Fachwissen, unter anderem in den Bereichen pharmazeutische Entwicklung, Molekularbiologie, Biochemie und Genetik. Sowohl die Europäische Union als auch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) greifen bereits seit Längerem auf PETAs Fachwissen bezüglich moderner, verlässlicher, tierversuchsfreier Forschungs- und Testverfahren zurück.

Neben der Ausübung von Beratungstätigkeiten wird PISC auch die Forschung und Entwicklung von tierversuchsfreien Testverfahren finanzieren. Bis zum heutigen Tag haben die PISC-Mitglieder bereits über 860.000 Euro in die Entwicklung und Validierung tierversuchsfreier Testverfahren zur Beurteilung von chemischer Toxizität, Karzinogenität, Sensibilisierungs- und Irritationspotenzial und Störung des Hormonsystems investiert. Zu den Tests, die durch neue Verfahren ersetzt wurden, gehörte auch ein veralteter Tierversuch, bei dem über einen Zeitraum von 14 Tagen ätzende und reizende Chemikalien auf die offene, rohe Haut von Kaninchen aufgetragen wurden. Den Tieren wurden bei diesen Versuchen keine Schmerzmittel verabreicht.

Zeitgleich mit der Gründung des Konsortiums freut sich PETA, heute bekanntgeben zu können, dass PISC von der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) der Status eines akkreditierten Interessenverbandes zugeteilt wurde. Die ECHA ist zuständig für die Betreuung der EU-Chemikalienverordnung REACH (Verordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe) – dem weltweit größten Chemikalienprogramm, das für das Leid von Millionen von Tieren in Toxizitätstests verantwortlich ist. Als akkreditierter Interessenverband hat PISC künftig Zugang zu internationalen Zulassungsbehörden und staatsübergreifenden Tagungen zur REACH-Verordnung und kann so Alternativverfahren zu Tierversuchen empfehlen.

Vor der Gründung des US-Konsortiums wurde PISC bereits im letzten Jahr von dem Referenzlabor der Europäischen Union für alternative Methoden zu Tierversuchen/ Europäischen Zentrum zur Validierung alternativer Methoden (EURL ECVAM) als Stakeholder anerkannt. Diese Einrichtung nimmt europa- und weltweit eine entscheidende Rolle bei der Beurteilung des wissenschaftlichen Ansehens und der regulatorischen (behördlich zugelassenen) Anwendung von tierversuchsfreien Testverfahren ein. In der Zusammenarbeit mit dem Referenzlabor EURL ECVAM und dem „International Council on Animal Protection in OECD Programmes“ (ICAPO) wird PISC Einfluss auf die Politik der Einrichtung bzw. Organisation nehmen können.

Weitere Informationen:
PISCLtd.org.uk.

Ansprechpartner in England:
Ben Williamson, +44(0)20 7837 6327, BenW@peta.org.uk
Gilly Stoddart, +44 (0) 1895 835 250, GillyS@peta.org.uk

Kontakt:
Anneli Ick, +49 (0) 7156 17828-27, AnneliI@peta.de