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PETA zeigt den Fischerkönig von Eggenfelden an / Verdacht auf Verstoß gegen das Tierschutzgesetz

 
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Stand Mai 2013
Eggenfelden / Gerlingen, 27. Mai 2013 – Sie zappeln am Haken, ringen nach Luft und kämpfen um ihr Leben – vergeblich. Zahlreiche Fische wurden beim Preisangeln am Vatertag in Eggenfelden am 9. Mai dieses Jahres getötet. Medienberichten zufolge war das Ziel des Angelwettbewerbs, möglichst viele große und schwere Fische an Land zu ziehen. Laut des „Rottaler Anzeigers“ wurde in diesem Jahr Herr Johannes Aigner der Fischerkönig von Eggenfelden: Er brachte 17 Pfund Fischfleisch auf die Waage. PETA Deutschland e.V. sieht in dieser Veranstaltung einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, gemäß §17 Nr. 1. Denn die Tötung der Tiere erfolgte ohne einen gerechtfertigten Grund im Sinne des Gesetzes. Laut Kommentar zum Tierschutzgesetz muss der alleinige Grund des Angelns im Nahrungserwerb liegen. Vor diesem Hintergrund hat PETA am 22. Mai bei der Staatsanwaltschaft Landshut Anzeige gegen den Vorsitzenden des Fischervereins Eggenfelden – Herrn Josef Barth – und alle 140 Teilnehmer erstattet.

„Könnten Fische ihre Schmerzen durch laute Schreie ausdrücken, würde niemand mehr behaupten, Angeln sei eine Beschäftigung zum Entspannen und Erholen“, so Dr. Tanja Breining, Kampagnenleiterin für Meerestiere bei PETA Deutschland e.V. „Das Töten von Fischen als ‚Freizeitbeschäftigung‘ und ‚Sportveranstaltung‘ zu klassifizieren, ist herzlos und gegen das Tierschutzgesetz.“

Die Tierrechtsorganisation PETA erläutert die „Sport“-Fischerei wie folgt: „Stellen Sie sich vor, sie langen nach einem Apfel. Plötzlich wird Ihre Hand von einem Metallhaken durchbohrt, an dem Sie, mit dem ganzen Gewicht an der einen Hand hängend, aus der Luft in eine für Sie fremde Atmosphäre gezogen werden, in der Sie nicht mehr atmen können.“ Genau dies erleben Fische, die erwiesenermaßen auch im Mundbereich Schmerzen empfinden (Sneddon et al., 2003). Daher fordert PETA ein Ende der (Sport-)Fischerei.


Weitere Informationen:
Fischen-tut-weh.de

Kontakt:
Judith Stich, 030 68326660-4, JudithS@peta.de