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Pferde im eigenen Kot gehalten

 
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PETA deckt grobe Missstände auf einem Hof in Hartenholm auf

Stand März 2012
Hartenholm (Schleswig-Holstein) / Gerlingen, 13. März 2012 – Nach einem anonymen Hinweis sind Ermittlerinnen der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. auf teils gravierende Missstände bei der Tierhaltung auf einem Hof im schleswig-holsteinischen Hartenholm gestoßen. Der Landwirt hatte Pferde, Ponys und Kühe verwahrlosen und in vollgekoteten Unterkünften ausharren lassen. Wie PETA erfuhr, soll der Mann auch den Tod seiner Tiere vorgezogen haben, anstelle diese an besorgte Nachbarn abzugeben.

„Der Landwirt scheint keinen Wert auf eine regelmäßige und artgerechte Fütterung gelegt zu haben, was die nicht vorhandenen Nahrungsreste und die auffallend dünnen Körper der Pferde erklärt“, so PETA-Ermittlerin Judith Pein. „Die Unterstände sind nicht nur verdreckt, teilweise zu eng und dunkel, sondern aufgrund spitzer Gegenstände lebensgefährlich.“

Bei ihrer Recherche haben die PETA-Ermittlerinnen auf einer mit Stacheldraht umzäunten Wiese zwei unterernährte Pferde vorgefunden. Ihre Hufe wiesen Anzeichen von fehlender Pflege auf, zum Teil waren Stücke abgerissen. Der Unterstand war vollgekotet, sodass ein Ausruhen und Ablegen für die Tiere unmöglich war. Zudem barg die Wiese durch den losen Stacheldraht und scharfkantige Gegenstände Verletzungsgefahren für die Tiere.

Ferner gab es keine trockene Futterstelle, auch Nahrung fehlte. Auf dem Hof selbst vegetierten Shetland Ponys in engen, verdreckten und dunklen Pferdeboxen, die zudem bedingt durch den vielen Kot stanken. Bei einem der verwahrlosten Ponys vermuteten die PETA-Ermittlerinnen einen Schnabelhuf, der jedoch aufgrund des Drecks nur schwer zu erkennen war. Das liegende Tier konnte nur mit Hilfe des Halters auf die Beine gelangen.

Aussagen der Dorfbewohner zufolge musste jüngst eine sechsjährige Stute sterben, da der Halter sich weigerte, diese an die Gemeinde zu verkaufen. Weiter hieß es seitens der Nachbarn, dass der Landwirt einen Hengst in einer engen Box halten soll, ohne jeglichen Auslauf.

Das zuständige Veterinäramt, das kurz vor der Inspektion von PETA vorstellig wurde, erteilte zwischenzeitlich Auflagen.

PETA ermittelt und entdeckt regelmäßig Missstände und Verstöße gegen das Tierschutzgesetz, zumeist aufgrund von anonymen Hinweisen aus der Bevölkerung.


Kot, Dreck und gefährlicher Stacheldraht: Das Leben der Tiere unter unwürdigen Bedingungen auf dem Hof in Hartenholm

Weitere Informationen:
www.peta.de/hartenholm

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de
© PETA / Die Bilder sind auf Anfrage auch in druckfähiger Qualität erhältlich.