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Pflanzenschutzmittel Atrazin vergiftet Fische im Kapellbuck-Bach bei Eichstätt: PETA warnt vor dem Verzehr der Forellen des traditionellen Abfischens am Gründonnerstag

 
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Stand März 2013
Eichstätt / Gerlingen, 25. März 2013 – Die Schuppen der Fische sind mit Geschwüren übersät und zahlreiche Tiere sind bereits verstorben. Ursache ist das Pflanzenschutzmittel Atrazin, das im Kapellbuck-Bach bei Eichstätt im Rahmen einer Wasserprobe nachgewiesen wurde. Mittlerweile ermittelt die Staatsanwaltschaft Ingolstadt aufgrund des Labornachweises des in Deutschland verbotenen Pflanzenschutzmittels. Bereits im Januar 2013 ließ PETA Deutschland e.V. aus dem Bach entnommene Wasserproben am Institut für Umweltanalytik und Schadstoffchemie (IUS) in Stuttgart untersuchen. Das Ergebnis: Erhöhte Werte des Herbizids, das laut Umweltbundesamt gegenüber Fischen toxisch wirkt. Trotz dieser Ergebnisse soll am Gründonnerstag das traditionelle Abfischen von Forellen stattfinden. Das bedeutet, dass diese Fische dann auch von Menschen verzehrt werden.
"Im Kapellbuck wurden erhöhte Atrazin-Werte eindeutig nachgewiesen“, so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin bei PETA. „Der Verzehr von Atrazin kann beim Menschen zu Unfruchtbarkeit führen. Wir raten allen Einwohnern dringend davon ab, diese Forellen zu essen.“

Die Tierrechtsorganisation PETA hat aufgrund der Analysewerte der Wasserproben Strafanzeige gegen den Anglerverein Eichstätt erstattet. Es besteht der Verdacht des Verstoßes gegen § 9 Abs. 1 des Lebensmittelgesetzes (LFGB), wonach es nicht erlaubt ist, mit Atrazin belastete Lebensmittel in den Verkehr zu bringen. Des Weiteren liegt ein Verstoß gegen § 17 Nr. 2 b des Tierschutzgesetzes nahe, da die Fische unnötigem Leid ausgesetzt werden. Erst in der vergangenen Woche sind PETA-Ermittler erneut auf kranke und tote Fische in dem Bach gestoßen.

Im Gegensatz zum Menschen können Fische zwar nicht schreien, zeigen aber dennoch deutliche Schmerzreaktionen: So haben Wissenschaftler, wie etwa Dr. Lynne Sneddon und ihr Team vom Roslin Institute der Universität Edinburgh, herausgefunden, dass Tiere, denen Säure in den Mund gespritzt wird, ihre Lippen am Grund reiben, um die Schmerzen zu lindern.

Fische gehören ins Wasser und nicht auf den Teller. Tierfreunde, die dennoch in den Genuss des „fischigen“ Geschmacks kommen möchten, können sich an PETAs veganen Fisch-Rezepten erfreuen.

Toter Fisch in der Fischzuchtanlage Kapellbuck / © PETA Das Bild ist auf Anfrage auch in druckfähiger Qualität erhältlich.

Weitere Informationen:
Fischen-tut-weh.de
PETA.de/Visch-Rezepte

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de