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Präparierte Köder in Halle: Täter noch nicht gefasst – PETA bietet 500 Euro Belohnung für Hinweise

 
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Organisation fordert zentrales Melderegister für Anschläge auf Hunde

Stand Oktober 2015
Halle (Saale) / Stuttgart, 8. Oktober 2015 – Suche nach Tierquäler dauert an: Zwischen Mai und August diesen Jahres legten unbekannte Täter in Halle mehrfach mit scharfkantigen Gegenständen präparierte Köder aus. Medienberichten zufolge häuften sich die Vorfälle besonders in der nördlichen Innenstadt und dem Paulusviertel – so wurden unter anderem mehrmals in der August-Bebel-Straße mit Reißzwecken gespickte Fleischstücke gefunden. Mindestens ein Hund erlitt dabei Verletzungen; ihm mussten in einer Notoperation die spitzen Gegenstände aus dem Magen entfernt werden. Auch in Halle-Neustadt sollen laut einem Zeitungsbericht in diesem Sommer bereits häufiger gefährliche Hundeköder gefunden worden sein. Die Polizei Halle berichtet von letzten Vorfällen im August.  Der Täter konnten bisher nicht gefasst werden. Möglicherweise waren mehrere Personen an den Vorfällen beteiligt. Um die Suche nach dem Tierquäler zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. jetzt eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur Ermittlung und Überführung des Täters führen. Zeugen, die Informationen beisteuern können, haben die Möglichkeit, sich telefonisch unter 01520 7373341 oder per E-Mail an PETA zu wenden – auch anonym. Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass die Halter von Hunden, die Opfer von präparierten Ködern wurden, in jedem Fall Anzeige bei der Polizei erstatten sollten. Auch weitere Köder-Funde sollten der Behörde umgehend gemeldet werden.

„Der oder die Täter müssen schnellstmöglich gefasst und zur Rechenschaft gezogen werden. Es ist absolut inakzeptabel, dass Hunde verletzt werden und die Täter ungestraft davonkommen. Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geld- oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden“, betont Judith Pein im Namen von PETA Deutschland e.V. „Neben der Gefährdung für Hunde stellen präparierte Köder auch eine Gefahr für Kinder und freilebende Tiere dar.“

PETAs Tipps für Erste-Hilfe-Maßnahmen: Besteht der Verdacht, dass ein Tier einen beispielsweise mit Gift oder Reißzwecken gespickten Köder gegessen hat, muss umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden. Es besteht Lebensgefahr –das Tier kann an inneren Verletzungen qualvoll sterben. Bei Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Durchfall, starker Unruhe oder Apathie, einer gelblichen Verfärbung der Schleimhäute, blassem Zahnfleisch, großen Pupillen, Atembeschwerden oder Krämpfen muss ebenfalls umgehend der Tierarzt aufgesucht werden – denn Gift wirkt schnell. Der Hund sollte beruhigt und angeleint werden. Ein Maulkorb oder eine Maulschlinge darf nicht angelegt werden, da Erstickungsgefahr bei Erbrechen droht. Ist das Tier bereits bewusstlos, sollte es in die stabile Seitenlage gebracht und die Atemwege freigehalten werden. Für eine schnelle Diagnose ist es sinnvoll, eine Probe des Köders oder des Erbrochenen mit zum Tierarzt zu nehmen.

Grundsätzlich fordert PETA die Einführung eines zentralen Meldesystems für Anschläge dieser Art. Durch eine Registrierung könnte die Bevölkerung frühzeitig über Köderwarnungen und Gefahrenschwerpunkte informiert werden, um Kinder und Tiere somit besser schützen zu können. Zugleich würde durch eine stringente Dokumentation der Fälle deutlich, wie häufig Hunde Opfer von Delikten werden.

Fälle von Tierquälerei werden täglich in Deutschland aufgedeckt. Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen.

Weitere Informationen:
PETA.de/Tierquälerei
PETA.de/ZeugeVonGrausamkeit
PETA.de/Heimtierschutzgesetz

Das Video zur ersten Hilfe beim Hund:
PETA.de/Erste-Hilfe-für-den-Hund

Kontakt:
Judith Stich, +49 (0)30 6832666-04, JudithS@peta.d