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Präparierte Köder in Wiesbaden-Nordenstadt ausgelegt – PETA bietet 500 Euro Belohnung für Hinweise

 
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Organisation fordert zentrales Melderegister für Anschläge auf Hunde

Stand Oktober 2014

Wiesbaden / Stuttgart, 28. Oktober 2014 – Hinterhältiger Anschlag auf Hunde: In Wiesbaden-Nordenstadt hat ein bislang unbekannter Täter in der Nacht von Freitag auf Samstag mit Nägeln versehene Köder in den Hof eines Wohnhauses im Wallauer Weg ausgelegt. Zwei Hunde aßen von den präparierten Hackbällchen und mussten tierärztlich behandelt werden. Die Wiesbadener Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise zu der Tat. Um die Fahndung nach dem Tierquäler zu unterstützen, setzt PETA Deutschland e.V. nun eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur Ermittlung und Überführung des Täters führen. Möglicherweise waren mehrere Personen an der Tat beteiligt. Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, wenden sich bitte telefonisch unter 01520 - 73 733 41 oder per E-Mail an die Tierrechtsorganisation oder direkt an die Polizei Wiesbaden unter der Telefonnummer 0611 - 34 50. PETA weist darauf hin, dass die Halter von Hunden, die Opfer von Ködern wurden, in jedem Fall Anzeige bei der Polizei erstatten sollten. Auch weitere Funde von präparierten Ködern sollten umgehend der Polizei gemeldet werden.

 

„Der Täter muss schnellstmöglich gefasst werden, damit Hundehalter ihre vierbeinigen Freunde wieder sorglos ausführen können“, betont Judith Pein im Namen von PETA Deutschland e.V. „Neben der Gefährdung für Hunde stellen die präparierten Lebensmittel auch eine Gefahr für Kinder und freilebende Tiere dar. Hundehalter in Wiesbaden-Nordenstadt sollten jetzt besonders aufmerksam sein und im Falle eines Verdachts auf Verzehr von vergifteten oder mit scharfkantigen Gegenständen präparierten Ködern umgehend einen Tierarzt aufsuchen.“

 

PETAs Tipps für Erste-Hilfe-Maßnahmen: Hat ein Tier einen mit Nadeln, Rasierklingen oder anderen scharfkantigen Gegenständen gespickten Köder gegessen, muss sofort gehandelt und der Tierarzt aufgesucht werden. Es besteht höchste Lebensgefahr, da das Tier an inneren Verletzungen sterben kann. Bei Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Durchfall, starker Unruhe oder Apathie, einer gelblichen Verfärbung der Schleimhäute, blassem Zahnfleisch, großen Pupillen, Atembeschwerden oder Krämpfen muss ebenfalls umgehend der Tierarzt aufgesucht werden – denn Gift wirkt schnell. Der Hund sollte beruhigt und angeleint werden. Ein Maulkorb oder eine Maulschlinge darf nicht angelegt werden, da Erstickungsgefahr bei Erbrechen droht. Ist das Tier bereits bewusstlos, sollte es in die stabile Seitenlage gebracht und die Atemwege freigehalten werden. Für eine schnelle Diagnose ist es sinnvoll, eine Probe des Köders oder des Erbrochenen mit zum Tierarzt zu nehmen.

 

Grundsätzlich fordert PETA die Einführung eines zentralen Meldesystems für Anschläge dieser Art. Durch eine Registrierung könnte die Bevölkerung frühzeitig über Köderwarnungen und Gefahrenschwerpunkte informiert werden, um Kinder und Tiere somit besser schützen zu können. Zugleich würde durch eine stringente Dokumentation der Fälle deutlich, wie häufig Hunde Opfer von Delikten werden.

 

Fälle von Tierquälerei werden täglich in Deutschland aufgedeckt. Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen.

 

Tierquälerei ist eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

 

Weitere Informationen:
PETA.de/Tierquälerei

PETA.de/ZeugeVonGrausamkeit
PETA.de/themen/Heimtierschutzgesetz

 

Das Video zur ersten Hilfe beim Hund:
PETA.de/Erste-Hilfe-fuer-den-Hund

Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 - 860 591 529, JanaF@peta.de