Spenden
 »  »  » „Rassenwahn“ in Offenburg – PETA kritisiert Internationale Rassehunde- und Katzenausstellung

„Rassenwahn“ in Offenburg – PETA kritisiert Internationale Rassehunde- und Katzenausstellung

Stand März 2016
Offenburg / Stuttgart, 10. März 2016 – Rassenwahn: Falsch bei Menschen, falsch bei Tieren! Die Tierrechtsorganisation PETA übt scharfe Kritik an der am kommenden Wochenende im baden-württembergischen Offenburg stattfindenden internationalen Rassehundeausstellung des Verbands für das deutsche Hundewesen (VDH) und an der zeitgleich stattfindenden internationalen Katzenausstellung des Vereins 1. Deutscher Edelkatzenzüchter Verband e.V. In deutschen Tierheimen warten Tausende Vierbeiner auf ein neues Zuhause. Dennoch „produziert“ die Zuchtindustrie fortlaufend Nachschub, um die Nachfrage nach bestimmten „Rassen“, die gerade in Mode sind, zu befriedigen. Dabei leiden zahlreiche der auf bestimmte Merkmale hin gezüchteten Tiere unter Gesundheitsproblemen. Perserkatzen etwa haben aufgrund ihrer Stupsnase häufig Atembeschwerden; Schäferhunde leiden häufig an Hüftgelenksdysplasien, Bernhardiner, Cocker Spaniel und Bluthunde an chronischer Bindehautentzündung. PETA betont, dass Hunde und Katzen sensible Lebewesen sind, die nicht zu Ausstellungsobjekten degradiert werden dürfen.
 
„Der Rassenwahn führt dazu, dass Hunde und Katzen wegen eines bestimmten Merkmals gezüchtet oder gekauft werden – dem muss endlich ein Ende gesetzt werden“, so Dörte Röhl, Tierärztin und Fachreferentin für Tierische Mitbewohner bei PETA. „Hunde und Katzen sind keine Legosteine, die beliebig nach Form und Farbe zusammengebaut werden können. Die absurden Verformungen ihrer Körper nach Maßgaben der Verbände bedeuten für die Tiere mitunter lebenslanges körperliches Leid. Zudem verschärft jedes gezüchtete Tier die Situation für die vielen heimatlosen Tiere.“
 
In deutschen Haushalten leben bereits etwa zwölf Millionen Katzen und knapp sieben Millionen Hunde. Züchter „produzieren“ weiterhin reichlich Nachwuchs, obwohl jährlich allein in Deutschland insgesamt etwa 300.000 Tiere im Tierheim abgegeben oder einfach ausgesetzt werden. Zudem hat sich die Verweildauer von Hunden und Katzen in den Auffangstationen seit 2005 dramatisch erhöht: Heute bleiben 25 bis 30 Prozent der Tiere ein Jahr oder länger im Tierheim. PETA appelliert daher an alle Tierfreunde, die Zucht nicht zu unterstützen und stattdessen einem hilfsbedürftigen Tier aus dem Tierheim ein Zuhause zu schenken.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Tierheim
PETA.de/Rassenwahn
PETA.de/VDH
PETA.de/Zoohandel
 
Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 860591-529, JanaF@peta.de