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„Rassenwahn“ in Roth – PETA kritisiert internationale Rassekatzenausstellung des Magic Cat Club e.V.

Züchter sorgen trotz überfüllter Tierheime fortlaufend für Nachschub

Stand Februar 2016
Roth / Stuttgart, 18. Februar 2016 – Rassenwahn: Falsch bei Menschen, falsch bei Katzen! So lautet die Kritik der Tierrechtsorganisation PETA an der am kommenden Wochenende im bayerischen Roth stattfindenden Rassekatzenausstellung des Vereins Magic Cat Club e.V. In deutschen Tierheimen warten Tausende Vierbeiner auf ein neues Zuhause. Gerade für Katzen werden wegen Überfüllung immer wieder Aufnahmestopps bekannt gegeben – so auch im September letzten Jahres im Tierheim der Landeshauptstadt München. Dennoch „produziert“ die Zuchtindustrie fortlaufend Nachschub, um die Nachfrage nach bestimmten „Rassen“, die gerade in Mode sind, zu befriedigen. Dabei leiden zahlreiche der auf bestimmte Merkmale hin gezüchteten Tiere unter Gesundheitsproblemen. Perserkatzen etwa haben aufgrund ihrer Stupsnase häufig Atembeschwerden. PETA betont, dass Katzen sensible Lebewesen sind, die nicht zu Ausstellungsobjekten degradiert werden dürfen.

„Der Rassenwahn führt dazu, dass Katzen und andere Tiere wegen eines bestimmten Merkmals gezüchtet oder gekauft werden – dem muss endlich ein Ende gesetzt werden“, so Dörte Röhl, Tierärztin und Fachreferentin für Tierische Mitbewohner bei PETA. „Katzen sind keine Legosteine, die beliebig nach Form und Farbe zusammengebaut werden können. Zudem verschärft jede gezüchtete Katze die Situation für die vielen heimatlosen Tiere.“

In deutschen Haushalten leben bereits etwa 12 Millionen Katzen. Züchter „produzieren“ weiterhin reichlich Nachwuchs, obwohl jährlich allein in Deutschland insgesamt etwa 300.000 Tiere im Tierheim abgegeben oder einfach ausgesetzt werden. Zudem hat sich die Verweildauer von Hunden und Katzen in den Auffangstationen seit 2005 dramatisch erhöht: Heute bleiben 25 bis 30 Prozent der Tiere ein Jahr oder länger im Tierheim. PETA appelliert daher an alle Katzenfreunde, die Zucht nicht zu unterstützen und stattdessen einem hilfsbedürftigen Tier aus dem Tierheim ein Zuhause zu schenken.

Weitere Informationen:
PETA.de/Zoohandel
PETA.de/Tierheim
PETA.de/Rassenwahn
 
Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 860591-529, JanaF@peta.de