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Sommer, Sonne, Wasserbedarf: PETA-Expertin gibt Tipps, um Hunde und Katzen zum Trinken zu animieren

 
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Stand August 2014
Stuttgart, 7. August 2014 – Trinken erwünscht: Nicht nur an heißen Tagen ist eine reichliche Flüssigkeitszufuhr für Tiere wichtig. Bei Hunden gelten 5 bis 10 ml/kg Körpergewicht als ausreichend, Katzen sollten ca. 50 ml/kg trinken. Bei Hitze oder besonderer Anstrengung kann sich der Wasserbedarf vervielfachen. Auch unter den Vierbeinern gibt es Charaktere, die generell zu wenig trinken. Als Langzeitfolgen des mangelnden Wasserkonsums können vor allem bei Katzen, aber auch bei Hunden Nierenleiden und Blasensteine auftreten. In der Sommerhitze sind schlimmstenfalls ein Hitzschlag oder Kreislaufkollaps die Folge. Sylvie Bunz von der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. hat fünf hilfreiche Tipps zusammengestellt, um Hund und Katze zum Trinken zu animieren.
 
1.) Mehrere Trinknäpfe an verschieden Orten anbieten: Dies hat zwei Vorteile – einerseits muss der Vierbeiner niemals weit laufen, andererseits haben auch Hunde und vor allem Katzen mitunter spezielle Vorlieben. Katzen möchten allgemein nicht dort trinken, wo sie essen. Manche Tiere mögen beispielsweise erhöhte Standorte, z. B. den Napf auf der Fensterbank lieber als auf dem Küchenfußboden.
 
2.) Fließendes Wasser wird oft bevorzugt: Einige Katzen trinken am liebsten direkt aus dem Wasserhahn. Eine bessere Lösung bietet ein Trinkbrunnen, bei dem eine kleine Pumpe das Wasser stets über eine kleine Kaskade zirkulieren lässt. Diese elegante Alternative wird erstaunlich gerne angenommen.
 
3.) Kreatives Napf-Angebot: Manchen Tieren ist der klassische Napf zu langweilig. Viele Katzen bevorzugen Gießkannen, einige Hunde trinken am liebsten aus Eimern. Tierhalter können also kreativ werden und alle denkbaren Wasserbehältnisse ausprobieren. Diese sollten dann nur für den Vierbeiner reserviert sein und nicht anderweitig verwendet werden. Oft ist auch das Material entscheidend. So werden Plastik-Näpfe oder Metall-Näpfe oft verschmäht. Glas und Keramik schmecken neutral.
 
4.) Geschmackssache ist auch das Wasser selbst: Abgestandenes Regenwasser im Blumenkübel ist stets beliebt. Manche Tiere mögen kein frisches Leitungswasser, sondern trinken erst, wenn die Flüssigkeit schon ein paar Stunden steht. Wenn Leitungswasser generell verschmäht wird, hilft eventuell salzarme Suppenbrühe. Einige Hunde lieben sogar Kräutertee. Tierhalter, die die Möglichkeit haben, Regenwasser sauber aufzufangen, dürfen es ihren Vierbeinern gerne anbieten.
 
5.) Schummeln erlaubt: Nassfutter enthält bereits viel Wasser, sodass der Vierbeiner auch weniger trinken muss. Trockenfutter hingegen enthält nur knapp 10 Prozent Feuchtigkeit, darum muss hier zusätzliches Wasser zugeführt werden. Um sicherzugehen, können Tierhalter Trockenfutter in Wasser einweichen. Diese Maßnahme hat außerdem den Vorteil, dass das Futter im Magen nicht weiter aufquillt – ein häufiger Grund für Erbrechen nach der Fütterung.
 
Viel Trinken ist auch für Nager wie Kaninchen und Meerschweinchen wichtig. Beide Arten neigen zu Harnwegsinfekten und können im Sommer schnell überhitzen. Viele Tiere lieben es, wenn das Wasser mit Vitamintropfen angereichert wird. Salzlecksteine sind nicht zu empfehlen, sie fördern die Harnsteinbildung.
 
Bei einem Hitzschlag muss das Tier zunächst natürlich heruntergekühlt werden. Verwenden Sie jedoch keinesfalls eiskaltes Wasser, weder zum Trinken noch, um das Tier damit zu übergießen. Der Temperaturunterschied wäre zu groß und der Vierbeiner könnte einen Kreislaufschock erleiden. Lauwarmes Wasser eignet sich am besten. Verständigen Sie umgehend einen Tierarzt.
 
Erste-Hilfe-Maßnahmen: Das überhitzte Tier muss sofort in den Schatten gebracht werden. Der Körper des Vierbeiners sollte langsam - von den Beinen her Richtung Körper - mit handwarmem oder leicht kühlem Wasser gekühlt werden. Auch das dringend notwendige Trinkwasser darf nicht eiskalt sein. Anschließend muss das Tier umgehend zum Tierarzt gebracht werden – auch, wenn sich sein Zustand durch die Erste-Hilfe-Maßnahmen scheinbar verbessert hat.
 

Weitere Informationen:
PETA.de/Hotdogs
PETA.de/Niemals
PETA.de/Hitzetipps
 
Kontakt:
Judith Stich, +49 (0) 30 - 68 32 666 04, JudithS@peta.de