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Stolperfallen, Schrott und tote Schafe

 
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PETA deckt grobe Missstände bei einer Tierhaltung in Münster auf

Stand Januar 2012
Münster / Gerlingen, 6. Januar 2012 – Nach Hinweisen einer Informantin haben Ermittler der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. am gestrigen Donnerstag grobe Verstöße gegen das Tierschutzgesetz auf einer Schafweide in Münster dokumentiert. Rund 50 Schafe werden in der Tierhaltung an der Meesenstiege von einem Metzger unter miserablen Bedingungen gehalten. PETA hat das zuständige Veterinäramt über die schlimmen Zustände in Kenntnis gesetzt.

„Wissenschaftliche Studien bestätigen, dass Schafe komplexe Gefühle haben und imstande sind, bewusst zu denken“, sagt Carola Schmitt, Sprecherin von PETA. „Schafe können sich mindestens 50 verschiedene Schafgesichter merken und sogar die Gesichter von ihnen vertrauten Menschen und das bis zu zwei Jahre lang. Es gehört viel Ignoranz dazu, diese wundervollen Tiere unter solch katastrophalen Bedingungen zu halten. Jetzt muss schnellstens eingegriffen werden.“

Wie die PETA-Ermittler bei ihrem gestrigen Besuch feststellten, mussten die rund 50 Tiere nur mit schimmeligem Brot als Nahrung auskommen. Die Ermittler sind bei ihrer Recherche auf zwei tote Lämmer gestoßen, die in einer Kiste gammelten. Mindestens zwei weitere Schafe haben extrem gehinkt. Die ausgewachsenen Tiere haben so lange Hufe, dass sie teilweise nicht mehr richtig auftreten konnten.
Die gesamte Wiese war mit Unrat, Schrott und sonstigen Verletzungsmöglichkeiten übersät: Auf dem Gelände befanden sich große Kisten und Silofolie, an der insbesondere Lämmer gerne knabberten. Auf der Weide und hinter dem Stall waren zahlreiche Bleche vorzufinden, die aufgrund ihrer rutschigen Oberfläche eine Gefahr darstellten. Die PETA-Ermittler haben einige Schafe dabei beobachtet, wie sie über eine umgestürzte Schubkarre gesprungen und teilweise hängen geblieben sind.

Der Informantin zufolge soll die Polizei bereits mehrfach vor Ort gewesen sein. Gegen den tierquälerischen Halter wurde jedoch bislang nichts unternommen.

Harald Ullmann, 0172 7103632, HaraldU@peta.de
Studie: Dr. Keith Kendrick, Babraham Institute in Großbritannien
Ungeheure Tierquälerei: Tote und verletzte Schafe auf der Weide in Münster / © PETA Die Bilder sind auf Anfrage auch in druckfähiger Auflösung erhältlich