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Tierheim Frankfurt kann wegen Überfüllung keine Hunde mehr aufnehmen

 
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PETA fordert ein Heimtierschutzgesetz

Stand Juli 2012
Frankfurt am Main / Gerlingen, 5. Juli 2012 – Weil das Tierheim in Frankfurt am Main bereits zum Beginn der Sommerferien weit über die Kapazitäten hinaus ausgelastet ist, sah es sich gezwungen, einen Aufnahmestopp für Hunde zu beschließen. Angesichts der dramatischen Situation fordert die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. erneut ein Heimtierschutzgesetz, das einen Hundeführerschein und die Kastration von Freigänger-Katzen vorschreibt.

„Unsere tierischen Mitbewohner müssen besser geschützt werden“, fordert Charlotte Köhler, Kampagnenleiterin bei PETA. „Tiere dürfen nicht als Modeaccessoires und Wegwerfartikel behandelt werden. Menschen müssen sich vor Aufnahme von Tieren darüber im Klaren sein, dass Tierhaltung eine langfristige, verantwortungsvolle und auch teure Angelegenheit ist. Daher fordern wir ein Heimtierschutzgesetz, das unter anderem einen Hundeführerschein vorschreibt und die Kastration von Freigänger-Katzen obligatorisch macht.“

Ein Hundeführerschein nach dem Vorbild Niedersachsens soll sicherstellen, dass sich bereits zukünftige Halter über die Bedürfnisse der Tiere aber auch die finanziellen Aspekte der Haltung informieren müssen. Zudem wird Wissen über tiergerechte Haltung, Erziehung und Umgang vermittelt, sodass dem Tierschutz Rechnung getragen wird und Beißvorfälle verhindert werden können.

PETA appelliert zudem, einen reduzierten Hundesteuersatz für Hunde einzuführen, die aus einem Tierheim adoptiert wurden. Dieses fortschrittliche Modell, das in ähnlicher Form bereits in verschiedenen deutschen Städten, wie Aachen oder Berlin, praktiziert wird, soll die Vermittlung von heimatlosen Hunden fördern. Von der Reduzierung der Hundesteuer profitieren nicht nur die Tiere und die überfüllten Tierheime, sondern auch die Stadt und letztlich die Steuerzahler. Schließlich fallen „Fundtiere“, die den größten Teil der Tiere in Tierheimen ausmachen, unter das Fundrecht (§§ 965ff. BGB). Daher ist Frankfurt für die tierschutzgerechte Unterbringung und Versorgung der Tiere zuständig.

Aus Tierschutzsicht muss die Adoption von Hunden aus Tierheimen attraktiver gestaltet werden, denn immer noch kaufen verantwortungslose Menschen Welpen von einer profitorientierten Zuchtindustrie, während zugleich jedes Jahr allein in Deutschland schätzungsweise 80.000 Hunde ausgesetzt oder in Tierheimen abgegeben werden. Viele von ihnen müssen jahrelang auf ein neues Zuhause warten. Einige finden keine neuen Familien und verbringen den Rest ihres Lebens im Tierheim.

Auch Show-Größe Dieter Thomas Heck unterstützt PETAs Forderung nach einem Heimtierschutzgesetz.

Weitere Informationen:
www.peta.de/katzenkastration
www.peta.de/katzenjammer
www.peta.de/haustiere
www.peta.de/heimtierschutzgesetz
www.peta.de/hundefuehrerschein

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de