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Todesjagd auf Riesen-Wels im Spreewald: PETA zeigt Hobbyangler Wolfgang R. wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz an

 
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Stand Juni 2013
Dahme - Spreewald / Gerlingen, 26. Juni 2013 – Riesen-Wels getötet: Nachdem der 2,25 Meter lange und 67 Kilo schwere Fisch Mitte Juni von Fischer Wolfgang R. aus dem Neuendorfer See gezogen wurde, hat die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. nun bei der Staatsanwaltschaft Brandenburg Strafanzeige gegen den Hobbyangler erstattet. PETA wirft dem Beanzeigten vor, gegen §17 Nr. 1 des deutschen Tierschutzgesetzes zu verstoßen, demzufolge Tiere nicht ohne einen vernünftigen Grund getötet werden dürfen. Dieser ist laut Tierschutzgesetz ausschließlich der Verzehr. Der Fisch wurde jedoch nicht zum Verzehr getötet, sondern soll nach der Altersbestimmung von einem österreichischer Tierpräparator konserviert und im Verkaufsraum des Landesfischereivereins Brandenburg / Berlin ausgehängt werden.

„Das Angeln und Töten von Fischen aus anderen Gründen als dem Nahrungserwerb verstößt gegen das Tierschutzgesetz“, so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin bei PETA. „Wolfgang R. hat schon einige überdimensionale Fische gefangen, der Wels wurde in nur aufgrund seiner imposanten Größe getötet.“

Welse können ein Alter von bis zu 80 Jahren erreichen und über zwei Meter lang werden. Zwei neue Gutachten der Schweizer Eidgenössischen Ethikkommission für die Biotechnologie im Ausserhumanbereich (EKAH) befassen sich intensiv mit der Kognition und dem Bewusstsein von Fischen. Die Verfasser, Philosoph Markus Wild und Biologe Helmut Segner, belegen, dass Fische Schmerzen empfinden, ein Bewusstsein haben, lernfähig sind und kooperieren können. Weiterhin weist ihr Hirn zahlreiche Übereinstimmungen mit dem Gehirn von Säugetieren auf.

Weitere Informationen:
Fischen-tut-weh.de

Kontakt:
Judith Stich, 030 68326660-4, JudithS@peta.de