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Veranstalter aus Schladen muss Wettangeln absagen

PETAs Strafanzeige bewahrt tausenden Forellen einen qualvollen und unnötigen Tod

Stand April 2012
Schladen / Gerlingen, 23. April 2012 – Nachdem die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. im März diesen Jahres Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig gegen den Wettangelveranstalter Trout-Fishing-Tackle & Event-Marketing GbR (TFT) erstattet hatte (Az.: 123 Js 13216/12), wurden nun bereits vier „Wettangelwettbewerbe“ in ganz Deutschland abgesagt. Die im niedersächsischen Schladen ansässige Firma organisiert bundesweit regelmäßig „Tremarella-Wettbewerbe aus der Trout Serie A“, bei denen zum reinen Vergnügen tausende Forellen gefangen werden. Jeder der etwa 50 Teilnehmer zahlt eine Startgebühr von 60 Euro und fängt zwischen 20 und 40 Forellen, die tags zuvor in den Teich eingesetzt wurden.

„Die Firma TFT verstößt nicht nur gegen das Tierschutzgesetz und die Tierschutzschlachtverordnung, sondern auch gegen sämtliche Angelvorschriften“, sagt Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin bei PETA. „Dies veranlasst selbst ‚normale‘ Angler dazu, sich anonym an PETA zu wenden, um diese organisierte Tierquälerei zu stoppen. PETA hat sich bei der Erstattung der Strafanzeige auch nicht von Drohgebärden einer Berliner Anwaltskanzlei einschüchtern lassen.“
PETA hat sich auch an die jeweils zuständigen Veterinärämter gewandt sowie an die Inhaber der einzelnen Angelseen, sodass im ersten Halbjahr vier der fünf in Deutschland geplanten Angelwettbewerbe abgesagt wurden, darunter in der „Angelanlage Millerscheid“ in Ruppichteroth, im „Angelparadies Hochmoor“ in Gescher, im „Angelparadies Schoel“ in Schermbeck sowie im „Forellenhof Wester-Ohrstedt“.

Bei den Angelwettbewerben fischen die Angler jedes Mal zwischen 1000 und 3000 Forellen aus dem Wasser. Die Teilnehmer müssen in kürzester Zeit möglichst viele Fische fangen, obwohl sie eine so große Anzahl gar nicht verzehren können. PETA wirft TFT weiterhin vor, mit Lebendköder zu angeln, die Teiche speziell mit einer großen Anzahl an Forellen am Vortag zu besetzen und die Fische unsachgerecht zu töten. Videomaterial zeigt, wie die Angler die gefangenen Forellen grinsend in die Kamera halten, während die Fische verzweifelt nach Luft ringen.
Studien der Universität Edinburgh in Großbritannien belegen, dass Fische genauso wie auch Menschen Schmerzen und Angst empfinden. Außerdem fanden die Forscher heraus, dass Fische sehr komplexe Lebewesen sind, die beispielsweise über Niedrigfrequenzlaute miteinander kommunizieren. Manche Fischarten bauen, ähnlich wie Vögel, Nester für die Eiablage.

PETA appelliert an alle tierlieben Menschen, Wettangelveranstaltungen wie diese umgehend an die Organisation zu melden.

Weitere Informationen:
www.fischen-tut-weh.de

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de