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Verdeckte Recherche zeigt: Kauf von hochgiftigen Schlangen in NRW ist ein Kinderspiel

 
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PETA fordert Haltungsverbot für Wildtiere in Privathaushalten

Stand April 2012
Köln / Gerlingen, 26. April 2012 – Als vermeintliche Kaufinteressentin getarnt hat eine Ermittlerin der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. gemeinsam mit einem RTL-Team nach privaten Gifttier-Verkäufern in Nordrhein-Westfalen recherchiert. Fazit: Die besuchten Händler, die ihre hochgiftigen Schlangen, Klapperschlangen und Puffottern über Kleinanzeigen anboten, sahen es nicht als notwendig an, vor dem Kauf das erforderliche Fachwissen der potenziellen Käuferin oder die spätere Haltung zu prüfen – das Geschäft wäre nach dem kurzen Besuch ohne Weiteres zustande gekommen. Mit Hinblick auf das unverantwortliche Verhalten der Händler und unter dem Aspekt, dass tausende Wildtiere in deutschen Haushalten leiden, fordert PETA von der Bundesregierung, ein einheitliches Gesetz zum Verbot der Wildtierhaltung auf den Weg zu bringen.

„Es ist schockierend, zu sehen, dass jeder Laie ein hochgradig gefährliches Tier für wenig Geld und ohne jegliche Vorkenntnisse erwerben kann“, so Nadja Kutscher, Kampagnenleiterin für exotische Tiere bei PETA. „Die Terrarien in den überprüften Haushalten waren außerdem absolut unzureichend bis gar nicht gesichert – niemand möchte sich ausmalen, was passiert, wenn die Tiere ausbrechen.“

Die verdeckte Recherche von PETA zeigt deutlich: Der Kauf von hochgiftigen Schlangen in Deutschland gleicht einem Kinderspiel. PETA kritisiert, dass es in Deutschland noch immer keine einheitliche Regelung zur Gefahrentierhaltung gibt – in einigen Bundesländern ist die Haltung von giftigen Tieren uneingeschränkt möglich. Der Verkauf muss flächendeckend verboten werden, denn sind die Tiere erst einmal erworben und werden nicht gemeldet, ist es für die Behörden meist unmöglich, dies nachzuverfolgen.

Der Verkauf von Gifttieren findet nicht nur über das Internet, sondern auch auf Reptilienbörsen und in Zoohandlungen statt. PETA setzt sich für ein grundsätzliches Zucht- und Verkaufsverbot von Reptilien und Amphibien ein, da die Wildtiere in Gefangenschaft nie artgerecht gehalten werden können. Wer umfassendes Fachwissen über eine bestimmte Art besitzt, sollte ein Reptil aus dem Tierheim bei sich aufnehmen, aber niemals den Handel unterstützen.

Weitere Informationen:
www.peta.de/gifttiere
www.peta.de/terraristika
www.terraristika-info.de
Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de