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Vorsicht vor Parasiten, Fellwechsel und Koliken: PETA-Experte gibt wertvolle Tipps für gesunde Pferde im Frühling

 
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Stand Mai 2014
Gerlingen, 2. Mai 2013 – Die Sonne scheint und die Weiden werden saftig grün – Zeit, die Pferde nach dem Winter wieder an die Weidesaison zu gewöhnen. Für Pferdehalter stellen sich nun zahlreiche Fragen: Wie viel proteinhaltiges Gras vertragen die Tiere? Wie lässt sich der Fellwechsel erleichtern? Und welche Vorsorge sollte für die Gesundheit der Pferde getroffen werden? PETA-Kampagnenleiter Peter Höffken hat wichtige Pflegetipps zusammengestellt.

„Tiergerechte Pferdehaltung beinhaltet viel Weidegang und intensiven Kontakt mit anderen Pferden“, so Peter Höffken. „Doch es gilt, wichtige Vorkehrungen zu treffen, damit die Tiere gesund bleiben und sich ausgelassen mit ihren Artgenossen austoben können.“

Das wichtigste Pferdewissen für die Frühlingssaison auf einen Blick:
 
  • Auf der Weide muss es Unterstellmöglichkeiten und Schattenplätze geben, um die Pferde vor verschiedenen Witterungsbedingungen zu schützen und Tieren mit einer Neigung zum Sommerekzem Linderung zu verschaffen.
  • Zu viel frisches Gras kann die Darmflora aus dem Gleichgewicht bringen und Koliken hervorrufen. Wichtig ist es, Pferde langsam an frisches Futter zu gewöhnen. Man sollte mit einigen Minuten täglich beginnen und die Zeitspanne mithilfe eines detaillierten Anweideplans nach und nach verlängern.
  • Der Fellwechsel kann für Pferde sehr anstrengend sein. Häufiges Bürsten und Striegeln hilft, die abgestorbenen, juckenden Haare zu entfernen, und stärkt zudem die Bindung zwischen Mensch und Tier. Außerdem ist es ratsam, dem Pferd während des Fellwechsels Leinöl, Leinsamen oder immunstimulierende Kräuter wie zum Beispiel getrocknete Brennnesseln unter die Nahrung zu mischen, um den Stoffwechsel anzuregen und den Fellwechsel zu unterstützen. Ältere und chronisch kranke Pferde haben häufig Probleme beim Fellwechsel und verlieren an Gewicht. Das Zufüttern von größeren Nahrungsmengen und Mineralfutter sollte mit dem Tierarzt besprochen werden.
  • Empfehlenswert ist zudem eine Kur mit Flohsamen (Samenschalen der indischen Pflanze Plantago ovata), um einer Sand-Kolik vorzubeugen. Flohsamen gibt es im Fachhandel oder im Internet. Die Kur dauert in der Regel 30 Tage und bewirkt, dass der durch beispielsweise Graswurzeln aufgenommene Sand aus dem Darm ausgeschwemmt wird.
  • Zu den wichtigsten Impfungen für Pferde zählen die Tetanus-, Influenza-, Tollwut- und Herpesimpfung. Die Notwendigkeit der einzelnen Impfungen wird am besten individuell mit dem Tierarzt besprochen.
  • Studien haben gezeigt, dass eine gute Weidehygiene sowie die selektive Entwurmung besser vor Parasitenbefall schützen als eine konventionelle Entwurmung. Tierärzte und Parasitologen der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München raten zur selektiven Entwurmung, um einer Resistenzbildung von Parasiten vorzubeugen. Bei dieser Form der Vorsorge wird der Kot der Pferde regelmäßig untersucht und nur dann ein Medikament zur Entwurmung gegeben, wenn eine bestimmte Menge an Darmparasiten vorgefunden wird.

Kontakt:
Anneli Ick, +49 (0) 7156 17828-27, AnneliI@peta.de