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Wenn Naschen zum Risiko wird – PETA gibt Hunde- und Katzenhaltern Tipps, bei welchen Lebensmitteln Vorsicht geboten ist

 
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Stand November 2014
Stuttgart, 14. November 2014 – Achtung giftig: Ein bittender Blick aus Hundeaugen, ein freundlicher Stups mit der Katzenpfote – viele Tierhalter können ihrem Liebling nicht widerstehen und geben gerne ein Häppchen zwischendurch. Dagegen ist auch nichts einzuwenden, solange die Nascherei nicht übertrieben wird oder schadet. Doch einige für Menschen ungefährliche Nahrungsmittel können bei den Vierbeinern Vergiftungserscheinungen hervorrufen. Sabine Trebicky, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA Deutschland e.V., weiß worauf die Halter von Hunden und Katzen achten müssen:
 
„Generell sind für die Vierbeiner dieselben Lebensmittel bedenklich, die auch Menschen schaden können – zum Beispiel rohe Bohnen oder ungekochte Kartoffeln“, so Sabine Trebicky. „Die Tiere sollten auch keine gesalzenen Speisen essen, da zu viel Kochsalz die Nieren schädigt – besonders Katzen sind da empfindlich. Wer seinen Liebling verwöhnen möchte, greift lieber zu speziellen Katzenleckerlies oder Hundekeksen. Auch gesunde Apfelstücke oder Möhren sind bei vielen Hunden beliebt.“
 
Die häufigsten für Hunde und Katzen gefährlichen Lebensmittel:
 
  • Auberginen, Paprika und Tomaten: Nachtschattengewächse sollten besser nicht angeboten werden – weder roh noch gekocht. In ihnen ist teilweise Solanin enthalten, das zu Brechdurchfall bis hin zur Beeinträchtigung der Hirnfunktionen führen kann. Die giftige chemische Verbindung ist vor allem in den grünen Pflanzenteilen enthalten. Ausnahme: Gekochte Kartoffeln sind sehr gut verdaulich.
 
  • Avocados: Die Früchte enthalten Persin, das für Menschen zwar ungefährlich, für Tiere jedoch schädlich ist. Das Toxin kann zu massiven Herzmuskelschäden führen.
 
  • Trauben und Rosinen: Schon kleine Mengen können bei Hunden akutes Nierenversagen hervorrufen. Vorsicht auch bei Trester, der beim Pressen frischer Weintrauben übrigbleibt und häufig in Weinbergen zu finden ist.
 
  • Schokolade: In Kakao ist Theobromin enthalten, das zu Brechdurchfällen, Krampfanfällen bis hin zum Tod führen kann. Für einen Hund mit 10 kg Körpergewicht ist eine Tafel dunkle Schokolade unter Umständen tödlich. Theobromin wird vom tierischen Organismus nur sehr schlecht abgebaut. Auch das tägliche Stückchen ist ein Risiko: Der Stoff lagert sich im Körper immer weiter ein.
 
  • Macadamia-Nüsse: In gemahlenem Zustand können 20 g pro kg Körpergewicht zu Fieber und Erbrechen führen.
 
  • Knoblauch und Zwiebeln:  Die enthaltenen Schwefelverbindungen sind in größeren Mengen auch für Menschen gefährlich – nur hat z.B. ein Erwachsener mehr Masse als eine Katze. Kritische Mengen werden entsprechend  schneller erreicht: Für einen Hund mit 5 kg sind etwa 75 - 150 g Zwiebeln schädlich. Auf Dauer führt eine Überdosierung zu Blutarmut.
 
  • Xylitol: Der für Vierbeiner äußerst gefährliche Zuckeraustauschstoff wird für Light-Getränke und einige zuckerfreie, süße Lebensmittel verwendet. Schon kleine Mengen können gefährliche Unterzucker-Symptome hervorrufen. Ab 0,5 g pro kg Körpergewicht droht akutes Leberversagen, was zum Tod führen kann.

Wenn bei einem Tier Vergiftungserscheinungen auftreten oder der Schützling gerade einen giftigen oder verdächtigen Stoff aufgenommen hat, sollten Tierhalter nicht zögern und umgehend den Tierarzt konsultieren.

 
Weitere Informationen:
PETA.de/giftige-Zimmerpflanzen
PETA.de/Erste-Hilfe-für-den-Hund
 

Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 - 860 591 529, JanaF@peta.de