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3,5 Meter lange Schlange in Heilbronn tot aufgefunden – PETA setzt 500 Euro Belohnung für Hinweise aus

 
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Stand November 2013
Heilbronn / Gerlingen, 26. November 2013 – Ausgesetzt und qualvoll verhungert? Am vergangenen Sonntagmorgen meldeten Passanten der Polizei Heilbronn den Fund einer toten Riesenschlange. Vermutlich handelt es sich um einen 3,5 Meter langen Königspython. Das Tier wurde im Neckar im Bereich der Bootsanlegestelle im Heilbronner Stadtteil Klingenberg aufgefunden. Zurzeit geht die Polizei noch davon aus, dass die Schlange ausgesetzt wurde und verhungerte. Die Behörden haben die Ermittlungen aufgenommen und suchen nun nach dem Schlangenhalter.

Um die Beamten bei ihrer Suche zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur Ermittlung und Überführung des Halters führen. PETA weist darauf hin, dass das Aussetzen von Tieren tierquälerisch ist und womöglich einen Straftatbestand darstellt – das gilt ebenso für die nicht artgerechte Unterbringung und Versorgung sowie die bewusste Unterlassung notwendiger Hilfeleistung. Zeugen, die Informationen zu diesem Fall beisteuern können oder wissen, woher die Schlange stammt, wenden sich bitte telefonisch unter 01520 73 733 41 oder per E-Mail an PETA oder direkt an das Polizeirevier Heilbronn-Böckingen unter der Telefonnummer 07131 20 40 60.

„Sollte die Schlange ausgesetzt worden und in der Kälte erfroren oder verhungert sein, hat sich der Halter möglicherweise strafbar gemacht“, sagt Judith Pein im Namen von PETA. „Immer wieder werden Tiere von verantwortungslosen Menschen wie Wegwerfware behandelt. Häufig sind es Reptilien, deren Halter sich nicht ausreichend mit den Bedürfnissen der anspruchsvollen Tiere auseinandergesetzt haben und diese ihnen dann, im wahrsten Sinne, über den Kopf wachsen.“

PETA fordert ein generelles Haltungsverbot von exotischen Tieren in Privathaushalten. Eine artgerechte Haltung von Reptilien ist in Gefangenschaft nicht möglich. Zudem ist die Versorgung nicht nur extrem kostspielig, sie erfordert auch ein umfangreiches Wissen. Ein Großteil der in Deutschland gehaltenen Exoten stirbt frühzeitig, weil die Tiere nicht ihren Bedürfnissen entsprechend gehalten werden. Insbesondere im Sommer entkommen zahlreiche exotische Tiere aus ungesicherten Terrarien, darunter Schlangen, Echsen, Skorpione und Spinnen. Für einige dieser Tiere sind die Überlebenschancen in Freiheit in unseren Breitengraden gering, andere wiederum machen heimischen Arten Konkurrenz. Außerdem können die Exoten zur Gefahr für Menschen werden: Wie mehrere Studien belegen, übertragen Reptilien häufig Salmonellen – etwa 90 Prozent der Tiere tragen die gefährlichen Erreger in sich. Das Robert-Koch-Institut schätzt, dass jede dritte Salmonelleninfektion bei Kleinkindern von ortsuntypischen Tieren stammt.

PETA macht darauf aufmerksam, dass das Aussetzen von Tieren laut § 3 des Tierschutzgesetzes verboten ist und den Straftatbestand der Tierquälerei nach § 17 des Tierschutzgesetzes erfüllen kann. Dies kann mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Wer ein Tier findet und nicht sachkundig ist, sollte es nicht anfassen und umgehend die Polizei oder den örtlichen Tierschutzverein kontaktieren.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von Tierquälerei aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.


Weitere Informationen:
PETA.de/Jagd
PETA.de/Whistleblower
PETA.de/Tierqual
PETA.de/Reptilien
PETA.de/Reptilienchronik
PETA.de/Salmonellen
Terraristika-Info


Kontakt:
Anneli Ick, +49 (0) 7156 17828-27, AnneliI@peta.de