Angler erhält Zuschlag bei VOX-Sendung „Die Höhle der Löwen“: PETA fordert Investoren zu gewaltfreien Investitionen auf

Köln / Stuttgart, 19. September 2019 – Hölle für Tiere in der „Höhle der Löwen“: In der VOX-Sendung „Die Höhle der Löwen“ bekam ein Angler gleich mehrere Zuschläge von Investoren für die Vermarktung seiner Fischköder. PETA bat die Investoren nun schriftlich darum, künftig keine Projekte mehr zu finanzieren, bei denen empfindungsfähigen Lebewesen Leid zugefügt wird. Stattdessen sollen sie in ethische vertretbare, zukunftsweisende Projekte für den Schutz von Tier, Umwelt und Klima investieren.

„Angeln bedeutet, Fische in eine Falle zu locken und sie minuten- bis stundenlang Angst und Atemnot sowie einem oft qualvollen Todeskampf auszusetzen. Schließlich werden sie erschlagen oder häufig noch lebendig aufgeschnitten“, so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin sowie Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei PETA. „Heute wissen wir, dass ein Fisch ein Jemand ist und kein Etwas. Es ist schlichtweg unethisch, das Angeln zu bewerben. Fische sind neugierige Wirbeltiere mit individuellen Persönlichkeiten.“
 
Hintergrundinformationen
Fische haben ein komplexes Sozialleben und schließen teils enge Freundschaften. Manche singen wie Vögel in der Morgendämmerung im Chor, andere schützen ihre Jungen, indem sie den Nachwuchs bei Gefahr in den Mund nehmen oder wochenlang die Eier bewachen. [1] Vor allem aber: Sie spüren Angst, Stress und Schmerz. Neben internationalen wissenschaftlichen Studien kommt auch das Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, in seiner Stellungnahme für die Bundesregierung zu dem Fazit, dass „Fische zur Schmerzwahrnehmung fähig sind und entsprechend als sensible Lebewesen behandelt und geschützt werden sollten.“ [2]

Der Kampf gegen die mit dem Angeln einhergehende Tierquälerei hat prominente Unterstützer. Der US-Schauspieler Joaquim Phoenix beschreibt in einem Interview, wie traumatisch er und seine Geschwister ihre ersten Angelausflug empfanden und zu Veganern wurden. [3] Der Ex-Beatle Sir Paul McCartney beschreibt sein erstes und einziges Angelerlebnis folgendermaßen: „Vor vielen Jahren war ich einmal angeln. Als ich den armen Fisch einholte, wurde mir klar, dass ich dabei war, ihn zu töten – nur für eine vergängliche Gaumenfreude. Da hat irgendetwas in mir klick gemacht. Als ich sah, wie er nach Atem rang, wusste ich, dass ihm sein Leben in diesem Moment genauso wichtig war wie mir meines.“ Auch Albert Schweitzer schreibt in seinen Lebenserinnerungen, wie sehr ihn die sich beim Angeln am Haken windenden Würmer und das Töten der Fische in seiner Kinderseele erschüttert haben. Nach zweimaligem Angeln habe er die Belastung nicht mehr ausgehalten und aus Mitgefühl versucht, andere vom Angeln abzuhalten.
 
PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie essen oder sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

[1] http://us.macmillan.com/books/9780374714338
[2] Stellungnahme des FLI zu den Veröffentlichungen von Rose et al. (2012) sowie Arlinghaus und Cyrus (2013) (Berichterstatter: Dr. Michael Marahrens, Dr. Inga Schwarzlose), 2013.
[3] https://www.totallyveganbuzz.com/news/jaoquin-phoenix-reveals-reason-he-went-vegan-as-a-child-and-its-incredibly-powerful

Weitere Informationen:
PETA.de/Meeresschutzgebiete-Petition
PETA.de/Fische-Schmerz-Neocortex
 
Pressekontakt:
Carolin von Schmude, +49 711 860591-528, [email protected]