Harztor-Ilfeld: Polizei warnt vor möglichen Giftködern – PETA bietet 500 Euro Belohnung für Hinweise

Tierrechtsorganisation gibt Tipps für Hundehalter bei Vergiftungs-Gefahr

Harztor / Stuttgart, 12. Juli 2018 – Suche nach Tierquäler: Einer Polizeimeldung zufolge fand ein Passant am Dienstag auf einem Waldweg nahe des Bungalowdorfes Heger in Ilfeld mehrere Wurstbrote, auf denen sich rote Körner befanden. Da es sich möglicherweise um Giftköder handelte, informierte er die Polizei. Die Beamten stellten die Brote sicher. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Hundehalter zu erhöhter Vorsicht. Zeugenhinweise nimmt die Polizei in Nordhausen unter der Telefonnummer 03631-960 entgegen. Um den Tierquäler zu überführen, der die Köder möglicherweise gezielt ausgelegt hat, um damit Hunden oder Katzen zu schaden, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus. Zeugen können sich ebenso telefonisch unter 01520-7373341 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation melden – auch anonym.

„Der Täter muss schnellstmöglich überführt werden, damit Vierbeiner in Ilfeld wieder sorglos spazieren geführt werden können“, so Judith Pein im Namen von PETA. „Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Der Täter muss sich außerdem darüber im Klaren sein, dass mit Gift präparierte Köder nicht nur für Hunde, Katzen und freilebende Tiere, sondern auch besonders für Kinder lebensbedrohlich sein können.“

PETA hat gemeinsam mit Josera einen umfangreichen Giftköder-Ratgeber erstellt, der hier kostenlos als E-Book heruntergeladen werden kann.

Tipps für Erste-Hilfe-Maßnahmen: Besteht der Verdacht, dass ein Tier einen mit Gift oder gefährlichen Gegenständen gespickten Köder gegessen hat, muss umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden. Es besteht Lebensgefahr – das Tier kann an inneren Verletzungen qualvoll sterben. Bei Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Durchfall, starker Unruhe oder Apathie, blassen oder porzellanfarbenen Veränderungen an den Schleimhäuten, großen Pupillen, Atembeschwerden oder Krämpfen muss ebenfalls umgehend der Tierarzt aufgesucht werden – denn Gift wirkt schnell. Der Hund sollte beruhigt und angeleint werden. Ein Maulkorb oder eine Maulschlinge darf nicht angelegt werden, da Erstickungsgefahr bei Erbrechen droht. Ist das Tier bereits bewusstlos, sollte es in die stabile Seitenlage gebracht und die Atemwege freigehalten werden. Für eine schnelle Diagnose ist es sinnvoll, eine Probe des Köders oder des Erbrochenen mit zum Tierarzt zu nehmen.

Fälle von Tierquälerei werden täglich in Deutschland aufgedeckt. Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen.

Symbolbild: Mit Gift oder scharfkantigen Gegenständen präparierte Köder sind eine große Gefahr. / © PETA

Symbolbild: Mit Gift oder scharfkantigen Gegenständen präparierte Köder sind eine große Gefahr. / © PETA

Das druckfähige Motiv kann hier heruntergeladen werden.

Weitere Informationen:
PETA.de/Giftkoeder
PETA.de/Tierquälerei
PETA.de/ZeugeVonGrausamkeit
Veganblog.de/2016/08/Melderegister-Giftkoeder-Berlin/
 
Das Video zur ersten Hilfe beim Hund:
PETA.de/Erste-Hilfe-für-den-Hund
 
Kontakt:
Katharina Wicke, +49 711 860591-535, KatharinaW@peta.de