Spenden
 »  »  »  » Menschliche „Leichen“ im Fischernetz – PETA macht in Köln auf das Leid der Fische aufmerksam

Menschliche „Leichen“ im Fischernetz – PETA macht in Köln auf das Leid der Fische aufmerksam

 
Banner
 
 
Empfohlene Beiträge
Stand Juli 2017
Köln / Stuttgart, 11. Juli 2017 – Keine Lebensmittel, sondern empfindsame Lebewesen: Als Fische verkleidet und unter einem Fischernetz liegend machen PETA-Unterstützerinnen am kommenden Donnerstag ab 12 Uhr auf der Domplatte am Römerbogen auf das Leid von Fischen aufmerksam. Unter dem Motto „Fischen tut weh“ soll die Aktion verdeutlichen, dass Tiere genau wie Menschen Schmerzen empfinden und ein Recht auf Leben haben.


 
„Wir bitten die Kölner Passanten, darüber nachzudenken, was ‚Fischfleisch‘ wirklich ist – nämlich der Leichnam eines misshandelten Tieres, das nicht sterben wollte“, so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin und Fachreferentin bei PETA. „Es gibt unglaublich viele leckere, fischfreie Gerichte und es war nie einfacher, vegan zu genießen.“ 


 
PETA verweist darauf, dass jedes Jahr zwischen 1.000 und 3.000 Milliarden Fische aus den Ozeanen gefangen und getötet werden. Weitere 450 bis 700 Milliarden Fische werden gefangen, um aus ihnen Fischmehl und -öl für die Fütterung der 37 bis 120 Milliarden Fische herzustellen, die weltweit in Aquakulturen gezüchtet werden [1]. Hinzu kommen Milliarden Meerestiere, die als unerwünschter „Beifang“ in den Netzen landen und sterbend oder tot wieder über Bord geworfen werden. 



 
Aus den Meerestiefen heraufgezogen erleiden Fische eine Druckverminderung, die dazu führen kann, dass ihnen die Augen aus den Höhlen treten und Organe reißen. Wenn sie nicht bereits in den Netzen zerquetscht werden, ersticken die Tiere an Bord der Schiffe oder werden ohne Betäubung aufgeschnitten.
Dabei zeigen wissenschaftliche Studien und Gutachten, dass Fische Schmerz spüren [2]. Fische sind intelligente und soziale Tiere; einige Arten benutzen Werkzeuge oder unterscheiden Menschengesichter. [3]
Sie schließen teils enge Freundschaften, und manche Rifffische singen wie Vögel in der Morgen- und Abenddämmerung im Chor [4].




 
Im März 2017 fand der erste Welttag zur Abschaffung von Fischerei und Aquakultur statt, der von mehr als 50 Organisationen weltweit unterstützt wird. Er ist Teil der jungen Weltkampagne „Ein neuer Blick auf Fische“ [5].



 
Quellen:

[1] Fishcount.org.uk.
[2] Stellungnahme des FLI zu den Veröffentlichungen von Rose et al. (2012) sowie Arlinghaus und Cyrus (2013) (Berichterstatter: Dr. Michael Marahrens, Dr. Inga Schwarzlose), 2013.

[3] Balcombe, Jonathan P. (2016): What a Fish Knows: The Inner Lives of Our Underwater Cousins. Print.
[4] Bioacoustics, DOI: 10.1080/09524622.2016.1227940.
[5] end-of-fishing.org.


Weitere Informationen:
PETA.de/Fische

Kontakt:
Denis Schimmelpfennig, +49 (0)711 860591-528, DenisS@peta.de