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PETA-Appell an Lukas Podolski: „Mach den Mangal Döner vegan!“

 
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Fleisch verursacht Tierleid

Stand Februar 2018
Köln / Stuttgart, 7. Februar 2018 – Seit Anfang Januar betreibt Lukas Podolski den Imbiss „Mangal Döner“ am Kölner Chlodwigplatz. Was für den Fußballweltmeister die Kassen klingeln lässt, hat leidvolle Konsequenzen – denn selbst, wenn es zwischen Salat und scharfer Soße versteckt ist: Fleisch bedeutet großes Tierleid. Vor diesem Hintergrund hatte sich PETA am 11. Januar mit einem Brief an Podolski gewandt und den Fußballer gebeten, ab sofort auf ein veganes Angebot umzusteigen. Bis heute hat der 32-Jährige nicht auf das Schreiben reagiert.
 
„Fairplay sollte für einen Fußballprofi oberstes Gebot sein“, so Lisa Kainz, Agrarwissenschaftlerin und Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA. „Wir appellieren an Lukas Podolski, sich auch gegenüber den Tieren sportlich zu zeigen und die blutigen Fleischspieße durch eine zeitgemäße, rein pflanzliche Variante zu ersetzen.“
 
In seiner Zeit bei Galatasaray Istanbul hat Lukas Podolski seine Leidenschaft für die türkische Kultur und ihre Küche entdeckt. Viele der typischen Snacks wie Kumpir, Spinat-Börek, Manti oder Baklava sind vegan erhältlich. Genau wie bei tierischem Fleisch sind auch bei Dönerfleisch aus Seitan oder Sojaeiweiß für den Geschmack Würze und Konsistenz verantwortlich. Gut zubereitet schmeckt veganes Dönerfleisch perfekt – und zwar, ohne Tierleid zu verursachen.
 
Ursprünglich wurde Döner aus Schaffleisch hergestellt, mittlerweile sind aber auch Rind- und Kalbfleisch sowie Puten- oder Hühnerfleisch üblich. In der Landwirtschaft zählt das einzelne Individuum nicht. Hier werden Tiere nach ihrer Leistung bemessen und auch gezielt entsprechend gezüchtet und selektiert. Für Rindfleisch ist die sogenannte Bullenmast in Deutschland am weitesten verbreitet, da Bullen am schnellsten viel Fleisch ansetzen. Die Körper der Tiere sind jedoch nicht für diese Fleischmengen geschaffen – Organversagen, Gelenkprobleme und Stoffwechselkrankheiten sind die Folge. In der Mast werden die Tiere schon nach weniger als 24 Monaten und einem Gewicht von meist über 700 kg abtransportiert und getötet (1). Laut der Bundesregierung kann die Fehlbetäubungsrate bei Rindern mehr als 10 % betragen – das bedeutet, dass in Deutschland mindestens 320 000 Rindern pro Jahr bei Bewusstsein die Kehle durchgeschnitten wird, während sie kopfüber an einem Bein am Schlachterhaken hängen (2).
 
Jedes Jahr werden knapp 700 Millionen Hühner und Puten in deutschen Schlachthäusern getötet. Die Tiere leben auf engstem Raum in kargen Ställen. Ihre Knochen deformieren oder brechen unter dem unnatürlichen Mastgewicht. Viele der sensiblen Lebewesen sind bei der Tötung ebenfalls nicht ausreichend betäubt.
 
PETA vertritt die Ansicht, dass Tiere nicht dazu da sind, für die menschliche Ernährung ausgebeutet zu werden. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten. Mit dem kostenlosen Veganstart-Programm der Tierrechtsorganisation gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. PETA Deutschland e.V. ist die größte Interessenvertretung vegan lebender Menschen in Deutschland.
 
1. Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft: „Gruber Tabelle zur Fütterung in der Rindermast“ (19. Auflage / 2014): http://www.lfl.bayern.de/mam/cms07/publikationen/daten/informationen/p_31941.pdf
2. Deutscher Bundestag (Drucksache 17/10021): „Tierschutz bei der Tötung von Schlachttieren“ (15.06.2012) http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/100/1710021.pdf

Weitere Informationen:
Veganstart.de
PETA.de/Lifestyle
 
Kontakt:
Judith Stich, +49 30 6832666-04, JudithS@peta.de