Spenden
 »  »  » PETA fordert Zoo am Meer auf, Fischstäbchen aus dem Kindergeburtstagsmenü zu streichen

Tierrechtsorganisation fordert Zoo am Meer auf, Fischstäbchen aus dem Kindergeburtstagsmenü zu streichen

 
Banner
 
 
Empfohlene Beiträge

PETA: „Fischgerichte in einem Zoo mit Aquarien anzubieten ist, als würde man Affen-Nuggets im Tierpark verkaufen“

Stand Januar 2018

Bremerhaven / Stuttgart, 17. Januar 2018 – Widersprüchliche Botschaft für kleine Besucher: Im Zoo am Meer in Bremerhaven können die Kinder Fische in den Aquarien bestaunen, und anschließend bei der Geburtstagsfeier im Zoo-Café das Fleisch von getöteten Fischen verzehren. Daher appelliert die Tierrechtsorganisation PETA nun in einem Schreiben an die Zoo-Direktorin, die sogenannten „Fischlis" aus dem Geburtstagsmenü zu streichen und künftig statt den Fischstäbchen, Tofu- oder Gemüsestäbchen anzubieten.

 

„Fischfleisch in einem Zoo mit Aquarien zu servieren ist, als würde man Pudelburger bei einer Hundeausstellung oder Affen-Nuggets im Tierpark verkaufen“, so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin und Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei PETA. „Wir wissen heute, dass ein Fisch ein ‚Jemand’ ist und kein ‚Etwas’ und genau das sollten auch Kinder lernen dürfen - auch wenn die Firma Nordsee zu den Hauptsponsoren des Zoos Bremerhaven gehört.“

 

Biologen haben wiederholt gezeigt, dass Fische Angst und Schmerzen spüren [1]. Sie schließen enge Freundschaften und sind sehr kommunikativ und intelligent [2]. Einige Arten benutzen Werkzeuge und sind sogar in der Lage, Menschengesichter zu unterscheiden.

 

Wenn Fische in riesigen kommerziellen Fischernetzen aus den Tiefen der Meere an die Oberfläche gezogen werden, führt die starke Druckabnahme oft dazu, dass ihre Schwimmblase reißt, ihre Augen aus den Höhlen quellen und Speiseröhre und Magen aus dem Mund der Tiere herausgepresst werden. Auch auf Zuchtfarmen leiden Fische sehr, da sie ihr gesamtes Leben auf engstem Raum in überfüllten Netzen oder Becken zusammengepfercht sind und oft von Lachsläusen angefressen werden. Auf manchen Zuchtfarmen ist die Zahl der Fischläuse so hoch, dass einzelne Körperteile der Fische bis auf die Knochen abgenagt werden und die Hälfte der Tiere stirbt.

 

Hinzu kommt, dass der Verzehr von Fisch auch gesundheitliche Risiken birgt. Fische absorbieren zahlreiche Giftstoffe sowie mikroskopisch kleine Plastikteile, so dass ihr Fleisch oftmals mit Toxinen wie Quecksilber, Blei, Arsen, PCB und Pestiziden und Plastik angereichert ist.

PETA vertritt die Ansicht, dass Fische weder auf den Teller noch ins Aquarium gehören. Ein artgerechtes Leben ist nur in Freiheit möglich.

 

[1] Stellungnahme des FLI zu den Veröffentlichungen von Rose et al. (2012) sowie Arlinghaus und Cyrus (2013) (Berichterstatter: Dr. Michael Marahrens, Dr. Inga Schwarzlose), 2013.

[2] Balcombe, Jonathan P. (2016): What a Fish Knows: The Inner Lives of Our Underwater Cousins.

 

Weitere Informationen:

PETA.de/Fische

 

Kontakt:
Judith Stich, +49 30 6832666-04, JudithS@peta.de