So unterscheidet ihr echten Pelz von Kunstpelz: PETA-ZWEI-Vegan-Coach gibt Tipps zum Kleidungskauf

Berlin, 16. November 2017 – Ob als Kapuzenfutter, Mützenbommel oder Kragenbesatz – Produkte mit Pelz oder Pelzbesatz sind überall. Das Problem: Auf den ersten Blick lässt sich kaum erkennen, ob es sich um Tierfell oder Kunstpelz handelt. Auch das Etikett hilft nicht wirklich weiter, denn aus Ländern wie China kommen immer wieder falsch beschriftete oder als Kunstpelz gelabelte Echtpelze in die Läden. Darunter sind auch Kleidungsstücke aus Katzen- und Hundefell, die trotz EU-Importverbot falsch etikettiert in den Läden landen. PETA-ZWEI-Vegan-Coach Marie Knauer hat den PETA-Bekleidungsexperten Frank Schmidt befragt und gibt euch nun Tipps, wie ihr Tierhaare von Kunstpelz unterscheiden könnt, damit ihr beim Einkaufen auf der sicheren Seite seid:
 
Struktur-Probe:
„Pustet leicht über den Pelz. Bei echtem Fell legt sich das dicke Deckhaar zur Seite und ihr könnt meist die leicht gekräuselte und feine Unterwolle erkennen. Kunsthaar ist starrer und weniger leicht beweglich und häufig gleich lang geschnitten.“
 
Leder-Check:
„Echtpelz wird mitsamt der Tierhaut verarbeitet. Wenn ihr die Haare zu einem Scheitel auseinander zieht und am Ansatz einen glatten Untergrund aus Leder seht, handelt es sich um echtes Tierfell. Bei Kunstpelz ist stattdessen eine gewebte Textilschicht zu sehen.“
 
Feuer-Test:
„Bei Teilen, die ihr schon gekauft habt, könnt ihr einzelne Haare herausreißen und anzünden. Echtpelzhaare verbrennen genauso wie menschliches Haar und haben einen Horngeruch, während Kunsthaar wie Plastik zu Klümpchen schmilzt und auch so riecht.“
 
Übrigens: „Gut gemachter Kunstpelz kann teurer sein als Billigpelz aus China. Der Preis ist also bei der Unterscheidung nicht unbedingt ein Anhaltspunkt.“ Daher verkaufen große Modeketten wie H&M, Esprit, s.Oliver oder Hallhuber aus Tierschutzgründen ausschließlich Kunstpelz. Dennoch lohnt es sich immer, den Test zu machen. „Im Zweifelsfall rät PETA dazu, die Finger von verdächtigen Pelzen zu lassen. Denn eine 100-prozentige Identifikation liefern nur teure Laboruntersuchungen.“
 
Weltweit werden jedes Jahr ungefähr 74 Millionen Nerze, Füchse und Marderhunde sowie rund 2 Millionen Hunde und Katzen für die Pelzproduktion getötet. Die Tiere werden vergast, mit Eisenstangen erschlagen, per Genickbruch oder mit analem Stromschlag getötet. Laut Studien sind über 70 Prozent der Menschen in Deutschland gegen Pelz.
 
PETA-ZWEI-Vegan-Coach Marie Knauer hat Angewandtes Tierverhalten und Tierschutz an der University of Edinburgh studiert. Seit 2015 ist sie bei PETA ZWEI zuständig für die Betreuung der 35 freiwilligen PETA ZWEI Streetteams. Außerdem hilft sie Interessierten auf dem Weg in ein veganes Leben und steht den Abonnent_innen des kostenlosen Probe-Programms „Vegan Kickstart“ per Mail und WhatsApp persönlich zur Seite.

Weitere Informationen:
PETAZWEI.de/so-unterscheidet-ihr-echten-Pelz-von-Kunstpelz
PETAZWEI.de/Pelz
 
PETA ZWEI ist die Jugendkampagne von PETA Deutschland. Mit provokanten Kampagnen, engagierten Künstlern und einem bundesweiten Netzwerk aus Streetteams steht sie im Zentrum der Jugendbewegung für Tierrechte. Ziel ist es, jungen Menschen zu zeigen, dass Tiere Rechte haben und eine vegane Lebensweise die einzig logische Konsequenz ist. Dafür kämpft PETA ZWEI mit aufsehenerregenden Aktionen, umfangreichen Informationen und großer Leidenschaft.

Kontakt:
Judith Stich, +49 30 6832666-04, JudithS@peta.de