Termineinladung: „Du sollst nicht töten“ – PETA-Aktion zur Fastenzeit in Regensburg

Regensburg / Stuttgart, 15. März 2019 – Die Fastenzeit ist eine Zeit des bewussteren Lebens und Konsumierens. Diesen Anlass nutzen als Nonnen verkleidete PETA-Unterstützer, um mit Schildern zum 5. Gebot „Du sollst nicht töten“ auf die Tierqualen während dieser Zeit aufmerksam zu machen. Die Aktion findet am Dienstag, 19. März, ab 12 Uhr auf dem Domplatz vor dem Dom St. Peter in Regensburg statt. Die Tierschutzorganisation plädiert dafür, die 40-tägige Fastenzeit als Startschuss in ein tierleidfreies Leben zu nutzen.
 
„Die ‚Nonnen‘ wollen daran erinnern, dass die Fastenzeit die Chance eröffnet, Gewohnheiten zu ändern“, so Jens Vogt, Aktionskoordinator bei PETA. „Daher appellieren wir an die Menschen, diese Gelegenheit zu nutzen, um alle tierischen Produkte von den Tellern zu verbannen und die christlichen Werte auch nach der Fastenzeit konsequent umzusetzen.“
 
Allein für das Fischessen am Karfreitag, das vielerorts das Ende der Fastenzeit einläutet, sterben zahlreiche Lebewesen. Jedes Jahr werden zwischen 970 und 2.700 Milliarden Fische aus den Meeren gefangen. Weitere 450 bis 700 Milliarden werden getötet, um aus ihnen Fischmehl und -öl für die Fütterung ihrer 37 bis 120 Milliarden Artgenossen herzustellen, die weltweit in Aquakulturen gezüchtet werden [1]. Hinzu kommen Milliarden Meerestiere, die als unerwünschter „Beifang“ in den Netzen landen und sterbend oder tot wieder über Bord geworfen werden.
Daneben werden allein in deutschen Schlachthäusern jedes Jahr über 800 Millionen fühlende Lebewesen für die „Fleischproduktion“ getötet. Ferkeln werden in den ersten Lebenstagen meist ohne Narkose die Ringelschwänze abgeschnitten, die Eckzähne abgeschliffen und männlichen Jungschweinen die Hoden herausgerissen. Ihr kurzes Leben verbringen die Tiere anschließend in der Regel in drangvoller Enge auf harten Spaltenböden, die oftmals zu Gelenkschäden führen. Kälbern werden mit mehreren hundert Grad heißen Stäben die Hornansätze ausgebrannt – meist ohne Betäubung. Hühner, die für Ernährungszwecke aufgezogen werden, leben gewöhnlich in großen Hallen mit mehr als 25.000 Tieren auf ihren eigenen Exkrementen. Aufgrund von Fehlbetäubungen werden Rinder, Schweine und Hühner nicht selten bei Bewusstsein getötet.
 
Kühe in der Milchindustrie
PETA ruft Verbraucher dazu auf, den Konsum von Milch und Milchprodukten zu überdenken und beim Einkauf zu pflanzlichen Produkten zu greifen. Genau wie bei Frauen dauert eine Schwangerschaft bei Kühen neun Monate lang und die Tiere geben nur Milch, wenn sie ein Kind zur Welt gebracht haben. Kuhmutter und -kind haben eine enge Bindung zueinander, die meist ein Leben lang hält. Kühe erkennen ihr Kalb sogar allein am Geruch und kümmern sich liebevoll um ihren Nachwuchs. In der landwirtschaftlichen Tierhaltung wird ihnen dieses natürliche Bedürfnis jedoch verwehrt. Das Neugeborene wird Kuhmüttern bereits kurz nach der Geburt entrissen – oft schreien die Tiere noch tagelang nacheinander.
 
PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie essen. Veganer führen nicht nur oft ein gesünderes Leben, jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder in Fischernetzen. Mit dem kostenlosen Veganstart-Programm der Tierschutzorganisation gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht.
 
[1] Fishcount.org.uk.
 
WANN & WO
Datum: Dienstag, 19. März 2019
Uhrzeit: 12:00–13:30 Uhr insgesamt, Fototermin von 12:30–13:00 Uhr
Ort: Auf dem Domplatz vor dem Dom St. Peter, 93047 Regensburg
 

PETA-Unterstützer haben bereits in der Vergangenheit als Nonnen verkleidet auf das 5. Gebot aufmerksam gemacht.  / © PETA Deutschland e.V.
 
Das druckfähige Motiv kann hier heruntergeladen werden.
 
Weitere Informationen:
Christen-fuer-Tiere.de
Veganstart.de
 
Kontakt:
Lisa Kienzle, +49 711 860591-536, [email protected]