US-Behörde gibt Millionen dafür aus, Affen mit „Schlangen“ und „Spinnen“ zu verängstigen

PETA USA fordert von National Institutes of Health (NIH) Einstellung der bereits seit 30 Jahren durchgeführten „Angstversuche“ an hirngeschädigten Affen

 
Maryland / Stuttgart, 25. Februar 2020 – PETA USA veröffentlichte am Sonntag Videoaufnahmen, die Affen mit Hirnschäden zeigen, die in einem Labor der National Institutes of Health (NIH) in Maryland mit Gummischlangen und -spinnen terrorisiert werden. PETA USA fordert nun, dass die NIH dieses Labor schließen, die Versuche einstellen und ihre Gelder in höherwertige tierfreie Forschungsmethoden investieren, die dem Menschen tatsächlich von Nutzen sind.

„Während Menschen auf Heilmittel für tödliche Krankheiten warten, saugt eine der weltweit führenden Gesundheitsbehörden Affen Teile ihres Gehirns ab und verängstigt sie mit ‚Schlangen’ und ‚Spinnen’“, so Dr. Christopher Faßbender, wissenschaftlicher Berater bei PETA. „Die NIH müssen dieses grauenvolle Labor schließen und die verbliebenen Affen an Auffangstationen übergeben.“
 
Besagtes NIH-Labor hat in den vergangenen 30 Jahren Millionen an Steuergeldern für sogenannte „Psychologieversuche“ erhalten. Allein in den vergangenen 13 Jahren waren es über 36 Millionen US-Dollar. Hinter den verschlossenen Türen des Labors schneiden Experimentatoren Affen in den Kopf, sägen einen Teil ihres Schädels ab, um das Gehirn freizulegen, und injizieren dann Giftstoffe in das Gehirn. So verursachen sie gezielt dauerhafte und traumatische Hirnschäden. Bei einigen Affen wurde ein Teil des Gehirns abgesaugt beziehungsweise verbrannt. Die Tiere sind in kleinen Einzelkäfigen aus Metall untergebracht. Die Experimentatoren jagen ihnen absichtlich mit Gummischlangen und -spinnen, Schlangen aus Holz und unechten springenden Spinnen Angst ein. Letztendlich werden die Tiere getötet. Auch nach 30 Jahren, in denen Affen gequält und getötet wurden, hat das Labor noch keine einzige Behandlungs- oder Heilmethode für den Menschen entwickelt.
 
Primaten haben von Natur aus Angst vor Schlangen. Die Affen in den Experimenten reagierten entsprechend auf die Tierattrappen: Sie erstarrten, wandten sich ab, rüttelten an den Gitterstäben ihrer Käfige oder zeigten sich unterwürfig.
 
Auch in Europa leiden Affen in Tierversuchslaboren nicht minder, in Großbritannien fanden vergleichbare Affenversuche statt. Mit Drogen wurden den Tieren ebenfalls absichtlich Hirnschäden zugefügt. Nachdem sie in Plexiglasboxen gesperrt wurden, flößten die Experimentatoren den Tieren auf verschiedene Weisen Angst ein, etwa durch lautes Knallen oder mit täuschend lebensechten Plastik-Kobras. Hierzulande bestätigt der aktuell anhaltende Skandal um das Tierversuchslabor Laboratory of Pharmacology and Toxicology (LPT) Mienenbüttel bei Hamburg, dass auch in Deutschland Affen auf schwerste Weise in Tierversuchen missbraucht werden. Die im Oktober letzten Jahres öffentlich gewordenen Videoaufnahmen zeigen, wie Affen für Toxizitätstests in kleinen Käfigen gefangen gehalten und an Apparaturen fixiert werden. Zudem konnte eine erschreckende Gewaltbereitschaft der Labormitarbeiter dokumentiert werden: Es wurde gefilmt, wie ein Mitarbeiter einen Affen absichtlich gegen eine Türkante schlug. Inzwischen wurde das Labor geschlossen und einem weiteren LPT-Labor in Hamburg wurde laut Medienberichten die Erlaubnis zur Tierhaltung entzogen.
 
Das von PETA USA an die NIH versandte Schreiben können Sie hier einsehen. PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein: eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

Weitere Informationen: 
PETA.de/Tierversuche
 
Pressekontakt:

Carolin von Schmude, +49 711 860591-528, [email protected]