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Junge Kühe irren in Egling umher: PETA fordert Abgabe an einen Lebenshof

 
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Stand Juni 2017
Egling / Stuttgart, 21. Juni 2017 – Lebenshof statt Todesschuss: Einem Medienbericht zufolge irren zwei Jungrinder der „Rasse“ Pinzgauer in Egling umher. Sie und elf weitere Jungtiere, die wieder eingefangen wurden, sind vor etwa zwei Wochen in der Nähe des Deininger Weihers ausgebrochen. Der Halter hat die Tiere zum Abschuss freigegeben. Die Tierrechtsorganisation PETA fordert den Tierhalter nun auf, tierfreundlich zu handeln und die etwa einjährigen Rinder durch einen Veterinär betäuben zu lassen. Anschließend sollten die Tiere an einen Lebenshof übergeben werden, auf dem sie ihr Leben weitestgehend selbstbestimmt verbringen können.
 
„Tiere die einmal die Freiheit genossen haben, lassen sich schlecht wieder einsperren. Zudem kann dem Halter nicht viel am Leben seiner Tiere liegen, wenn er sie erschießen statt betäuben lässt“, so Lisa Wittmann, Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA. „Wir appellieren an den Halter, Herz zu zeigen und den Kühen das Leben zu schenken.“
 
Allein in deutschen Schlachthäusern werden jedes Jahr über 800 Millionen fühlende Lebewesen für die Fleischproduktion getötet.  Rinder werden meist schon nach weniger als 24 Monaten geschlachtet [1]. Kälbern brennen Arbeiter oftmals mit einem mehrere hundert Grad heißen Brennstab die Hornansätze aus – und das in der Regel ohne Betäubung. Die Tiere leiden auf den Transporten zum Schlachthof unter Angst und oftmals unter Verletzungen, extremen Temperaturen, unzureichender Futter- und Wasserzufuhr und mangelnder tierärztlicher Versorgung. Aufgrund von Fehlbetäubungen werden Rinder nicht selten bei vollem Bewusstsein getötet. Laut Angaben der Bundesregierung sind über neun Prozent der Tiere nicht ausreichend betäubt, wenn Arbeiter sie an einem Bein aufhängen und ihnen kopfüber die Kehle durchtrennen [2]. In absoluten Zahlen sind dies jährlich weit über 300.000 Rinder – die Dunkelziffer liegt nach Schätzungen von PETA weitaus höher.
 
PETA vertritt die Ansicht, dass Tiere nicht dazu da sind, für die menschliche Ernährung ausgebeutet zu werden. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten. Mit dem kostenlosen Veganstart-Programm der Tierrechtsorganisation gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. PETA Deutschland e.V. ist die größte Interessenvertretung vegan lebender Menschen in Deutschland.
 
[1] Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (2014): Gruber Tabelle zur Fütterung in der Rindermast. http://www.lfl.bayern.de/mam/cms07/publikationen/daten/informationen/p_31941.pdf.
[2] Deutscher Bundestag Drucksache 17/10021: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Bärbel Höhn, Friedrich Ostendorff, Undine Kurth (Quedlinburg), weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Drucksache 17/9824 – „Tierschutz bei der Tötung von Schlachttieren“.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Fleisch
PETA.de/Kühe
Veganstart.de

Kontakt:
Denis Schimmelpfennig, +49 (0)711 860591-528, DenisS@peta.de