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Kein Töten mehr im UNESCO Weltnaturerbe: PETA fordert Fischerei- und Angelverbot für den Nationalpark Wattenmeer

 
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US-Präsident Obama dient als Vorbild

Stand Oktober 2016

Niedersachsen / Hamburg / Schleswig-Holstein / Stuttgart, 13. Oktober 2016 – Im Nationalpark Wattenmeer sollen Fische, Muscheln, Krebstiere und Wattwürmer ein sicheres Zuhause finden. Derzeit laufen sie jedoch Gefahr, Angelhaken oder Schleppnetzen zum Opfer zu fallen. Die Tierrechtsorganisation PETA fordert nun in einem Schreiben an die Nationalparkverwalter in Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein ein Angel- und Fischereiverbot für das Gebiet.  

 

„In einem Naturschutzgebiet sollen alle Lebewesen ein friedliches Leben genießen dürfen. Fische aus dem Wasser zu ziehen, sie ersticken zu lassen oder ihnen einen Haken durch den Mund zu bohren und sie anschließend zu erschlagen, hat nichts mit Naturschutz zu tun“, so Meeresbiologin Dr. Tanja Breining, Fachreferentin für Meerestiere bei PETA.

  

Das Wattenmeer ist ein von der UNESCO als Weltnaturerbe anerkanntes Schutzgebiet. Doch Fische, Krebse, Muscheln und andere Tiere sind in Gefahr. Jedes Jahr werden viele tausende Fische gefangen oder geangelt. Die sogenannte Krabbenfischerei tötet darüber hinaus jährlich mehrere tausend Garnelen. Dabei beschädigen die Schleppnetze den Meeresgrund und reißen viele auf dem Meeresboden lebende Tiere in den Tod. „Auch wenn sich Fische und Krebstiere von uns unterscheiden, sind ihr Leben und ihr Wohlbefinden genauso bedeutsam. Sie empfinden Schmerz und sie möchten leben“, begründet Breining die Forderung.

 

Vorbild für ein Fischereiverbot sind die USA: Im August 2016 hat US-Präsident Barack Obama das Papahānaumokuākea Marine National Monument zum größten Schutzraum der Erde ausgebaut. In dem Naturschutzgebiet vor der Küste Hawaiis sind Fischen und Angeln untersagt. Darüber hinaus setzt sich Obama dafür ein, weiteren Schutzraum für die Natur zu schaffen.

 

Internationale wissenschaftliche Studien zeigen, dass Fische Angst und Schmerzen spüren. [1] [2] Die American Veterinary Medical Association und das Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, kommen ebenfalls zu dem Schluss, dass Fische auch ohne Neocortex zur Schmerzwahrnehmung fähig sind und entsprechend als sensible Lebewesen behandelt und geschützt werden sollten. [3] [4]

Quellen:

[1] http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0168159103001138

[2] Braithwaite, V. A. 2010. Do Fish Feel Pain? Oxford University Press, Oxford, United Kingdom.
[3] https://www.avma.org/KB/policies/documents/euthanasia.pdf
[4] FLI: Stellungnahme des FLI zu den Veröffentlichung von Rose et al. (2012) sowie Arlinghaus und Cyrus (2013) (Berichterstatter: Dr. Michael Marahrens, Dr. Inga Schwarzlose), 2013

 

Weitere Informationen:

PETA.de/Fische

 

Kontakt:

Jana Fuhrmann, +49 (0)711 860591-529, JanaF@peta.de