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PETA appelliert an Umwelt- und Landwirtschaftsminister Dr. Robert Habeck für ein Nachtangelverbot in Schleswig-Holstein

 
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Baden-Württemberg dient als Paradebeispiel

Stand Oktober 2013
Schleswig-Holstein / Gerlingen, 14. Oktober 2013 – Nachts hat die Angel im Wasser nichts verloren: Die „Verordnung des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum zur Durchführung des Fischereigesetzes für Baden-Württemberg“ vom 3. April 1998 formuliert es sehr deutlich. Der Fischfang mit Angeln, so heißt es unter Paragraf 3, ist nur „eine Stunde vor Sonnenaufgang bis eine Stunde nach Sonnenuntergang“ gestattet. Im Reutlinger General-Anzeiger betonte Dr. Ulrich Arzberger, der Sprecher des Ministeriums, wie wichtig die nächtliche Ruhezeit für den Tier- und Naturschutz ist. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. appelliert jetzt in einem Schreiben an Umwelt- und Landwirtschaftsminister Dr. Robert Habeck, auch in Schleswig-Holstein ein Nachtangelverbot einzuführen. PETA spricht sich generell gegen das Angeln und den Fischfang aus und klärt in der Kampagne „Rettet die Fische!" über das Leid der feinfühligen Flossentiere auf.

„Zumindest nachts brauchen die Fische Ruhe vor den Anglern“, so Dr. Tanja Breining, Kampagnenleiterin für Meerestiere bei PETA Deutschland e.V. „Schleswig-Holstein soll dem Beispiel von Baden-Württemberg folgen und ebenfalls ein Nachtangelverbot auf den Weg bringen.“

Ein Nachtangelverbot ist überlebensnotwendig für Flora und Fauna: Insbesondere für Tiere, die an Gewässern ihre nächtliche Ruhezeit verbringen, und für nachtaktive Tiere ist es ausgesprochen wichtig, nicht gestört zu werden. Störungen und Schädigungen von Lebensstätten der Tiere an den ökologisch sensiblen Uferzonen sollen vermieden werden.

Auch die Fischereiregeln sind bei Nacht schwierig zu kontrollieren. Das Aufhalten an Gewässern, insbesondere das Angeln mit spitzem Angelhaken, birgt bei schlechten Sehverhältnissen in der Nacht auch Gefahren für den Menschen.
Baden-Württemberg ist bislang das einzige Bundesland mit einem Nachtangelverbot.

Weitere Informationen:
Fischen-tut-weh.de

Kontakt:
Anneli Ick, +49 (0) 7156 17828-27, AnneliI@peta.de