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Pferdehaltung im Frühling: PETA-Expertin gibt wertvolle Tipps für gesunde Pferde

 
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Stand April 2013
Gerlingen, 23. April 2013 – Die Sonne scheint und die Weiden werden saftig grün – jetzt möchten Pferde nach dem langen Winter wieder auf die Weide. Für Pferdehalter stellen sich zu dieser Jahreszeit zahlreiche Fragen: Wie viel proteinhaltiges Gras vertragen die Tiere? Wie kann man den Fellwechsel erleichtern? Und welche Vorsorge sollte für die Gesundheit der Pferde getroffen werden? PETA-Kampagnenleiterin und Pferde-Expertin Jennifer Kirchner hat wichtige Pflegetipps zusammengestellt.

„Artgerechte Pferdehaltung beinhaltet viel Weidegang und intensiven Kontakt mit anderen Pferden“, so Jennifer Kirchner. „Doch es gilt wichtige Vorkehrungen zu treffen, damit die Tiere auch gesund bleiben und sich im Gras wälzen, ausgelassen mit Artgenossen spielen und sich austoben können.“

Das wichtigste Pferdewissen für die Frühlingssaison auf einen Blick:
Auf der Weide sollte es Unterstellmöglichkeiten und Schattenplätze geben, um die Pferde vor verschiedenen Witterungsbedingungen zu schützen und auch Tieren mit einer Neigung zum Sommerekzem Linderung zu verschaffen.
  • Zu viel frisches Gras kann die Darmflora aus dem Gleichgewicht bringen und Koliken hervorrufen. Wichtig ist es, das Pferd langsam an frisches Futter zu gewöhnen. Man sollte mit einigen Minuten täglich beginnen und die Zeitspanne nach einem detaillierten Anweideplan nach und nach verlängern.
  • Der Fellwechsel kann für Pferde sehr anstrengend sein. Häufiges Bürsten und Striegeln hilft, die abgestorbenen, juckenden Haare zu entfernen und stärkt zudem die Bindung zwischen Mensch und Tier. Außerdem ist es ratsam, dem Pferd während des Fellwechsels Leinöl, Leinsamen oder immunstimulierende Kräuter wie zum Beispiel getrocknete Brennnesseln unter die Nahrung zu mischen, um den Stoffwechsel anzuregen und den Fellwechsel zu unterstützen. Ältere und chronisch kranke Pferde haben häufig Probleme beim Fellwechsel und verlieren an Gewicht. Das Zufüttern von größeren Nahrungsmengen und Mineralfutter sollten mit dem Tierarzt besprochen werden.
  • Empfehlenswert ist zudem eine Kur mit Flohsamen (Samenschalen der indischen Pflanze Plantago ovata), um einer Sand-Kolik vorzubeugen. Flohsamen gibt es im Fachhandel oder Internet. Die Kur dauert in der Regel 30 Tage und bewirkt, dass der durch beispielsweise Graswurzeln aufgenommene Sand aus dem Darm ausgeschwemmt wird.
  • Zu den wichtigsten Impfungen für Pferde zählen die Tetanus-, Influenza-, Tollwut- und Herpesimpfung. Die Notwendigkeit der einzelnen Impfungen wird am besten individuell mit dem Tierarzt besprochen.
  • Studien haben gezeigt, dass eine gute Weidehygiene sowie die selektive Entwurmung besser vor Parasitenbefall schützen, als eine konventionelle Entwurmung. Tierärzte und Parasitologen der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München raten zur selektiven Entwurmung, um einer Resistenzbildung von Parasiten vorzubeugen. Bei dieser Form der Vorsorge wird der Kot der Pferde regelmäßig untersucht und nur dann ein Medikament zur Entwurmung gegeben, wenn eine bestimmte Menge an Darm-Parasiten vorgefunden wird.

    Weitere Informationen:
    PETA.de

    Kontakt:
    Bartek Langer, +49 (0) 7156 17828-27, BartekL@peta.de