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Steuergerechtigkeit nach dem Verursacherprinzip: PETA fordert erhöhte Steuern auf Fleischprodukte

 
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Stand Mai 2013
Gerlingen, 17. Mai 2013 – Die Bundespartei „Die Grünen“ kündigt drastische Steuererhöhungen an und stößt damit auf lautstarke Kritik der Bürger: Ungerechte Lastenverteilung zu Ungunsten derer, die bereits hohe Steuern zahlen. PETA Deutschland e.V. fordert von der Bundesregierung alternativ die Einführung einer Fleischsteuer. Fair, denn so kann jeder Einzelne entscheiden, welche Ernährung er bevorzugt. Denn die schädlichsten Produkte für Umwelt und Gesundheit sind Fleisch- und Wurstwaren. Die derzeitige Besteuerung dieser Produkte ist unlauter – die Herstellung verursacht extrem hohe Kosten, die zulasten der gesamten Gesellschaft gehen. Der landwirtschaftliche Sektor trägt den drittgrößten Anteil an der Treibhausgasemission, denn die Tierhaltung produziert große Mengen an Methan. Für die Herstellung von Fleisch werden immer mehr Mastbetriebe gebaut, die die Umwelt durch die hohen Güllemengen extrem belasten. Darüber hinaus wird das Gesundheitssystem durch eine Fehlernährung mit hohem Fleischkonsum finanziell stark belastet, da dies die Ursache für zahlreiche Erkrankungen wie Herzprobleme, Diabetes, Übergewicht und Krebs ist. Ein Drittel der Kosten im Gesundheitssystem gehen auf ernährungsabhängige Krankheiten zurück. Diese sogenannten externen Kosten werden von der Gesellschaft getragen, obwohl sie hauptsächlich durch Fleischkonsum verursacht werden.

„Für gesundheits- und umweltschädliche Produkte wie Alkohol, Zigaretten, Luxusfahrzeuge und Benzin muss schon lange eine Luxussteuer bezahlt werden. Es ist an der Zeit, dass dies auch für Fleisch und Wurst eingeführt wird. So wird die Steuerbelastung gerechter verteilt“, fordert Dr. Edmund Haferbeck, wissenschaftlicher Berater von PETA. „Die Steuergesetzgebung hat eine Lenkungsfunktion und sollte Mensch, Tier und Umwelt zugutekommen.“

PETA appelliert an die Bundesregierung und fordert seit vielen Jahren die Einführung einer Fleischsteuer. Im ersten Schritt empfiehlt die Tierrechtsorganisation die Anpassung an 19 % Mehrwertsteuer – derzeit werden Fleischprodukte noch mit dem verminderten Satz von 7 % besteuert. Vorbildhaft ist Schweden, das Land fordert eine europaweite Fleischsteuer von ca. 1,50 € pro Kilogramm – für den Klimaschutz.

Feature zum Thema Fleischsteuer:
PETA.de/Fleischsteuer

Studien:
www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/4321.pdf

Kontakt:
Judith Stich, 030 6832666-04, JudithS@peta.de