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Termineinladung: „Klimaschutz beginnt auf dem Teller: Go vegan“ – PETA-Aktion zeigt mit viel nackter Haut den Umweltkiller Nummer eins / Bonn, 10. Mai 2017, 13 – 15 Uhr

 
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Stand Mai 2017
Bonn / Stuttgart, 8. Mai 2017 – Klimakiller tierische Produkte: Eine als „Fleisch“ auf einem überdimensionalen Teller samt Messer und Gabel angerichtete, halb nackte Unterstützerin von PETA wird am kommenden Mittwoch ab 13 Uhr auf dem Platz der Vereinten Nationen (Mercatorfläche) in Bonn auf den Zusammenhang zwischen dem Konsum von Fleisch, Milch und Eiern und dem Klimawandel hinweisen. Mit der aufsehenerregenden Aktion vor dem World Conference Center, in dem zurzeit die UN-Weltklimakonferenz vorbereitet wird, appelliert die Tierrechtsorganisation an Politiker und  Verbraucher, die enormen Einsparungspotenziale bei Treibhausgasen durch die Wahl rein pflanzlicher Nahrungsmittel zu berücksichtigen. Angesichts der drängenden Klimaproblematik darf die Reduktion von Treibhausgasemissionen nicht nur im Energie- oder Verkehrssektor vorangetrieben werden.
 
„Der Ernährungsbereich wird als zentrale Stellschraube im Kampf gegen die globale Erwärmung hartnäckig ignoriert. Angesichts der Umweltfolgen ist das absolut unverständlich“, so René Schärling, Fachreferent für Ernährung bei PETA. „Wir müssen das Problem endlich an der Wurzel packen und Klimaschutz schon auf dem Teller mit veganen Gerichten beginnen lassen.“
 
Neben dem Bericht der Welternährungsorganisation (FAO) von 2006, der die Tierwirtschaft als Hauptverursacher der schlimmsten Umweltprobleme unserer Zeit benennt, stellte das Worldwatch-Institut 2009 fest, dass 51 Prozent der vom Menschen verursachten Treibhausgase aus diesem Sektor stammen. Auch das UN-Umweltprogramm bestätigte 2010, dass ein globaler Wandel hin zu einer veganen Ernährung notwendig sei, um den schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels entgegenzutreten. In die gleiche Richtung geht auch eine Aussage des deutschen Landwirtschaftsministeriums (BMEL), nach der eine pflanzliche Ernährung über 40 Prozent der Treibhausgasemissionen einsparen könnte. 2016 ergänzte der wissenschaftliche Beirat des BMEL seine Einschätzung und gab an, dass eine rein pflanzliche Ernährung jährlich über 91 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid einspart. Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) forderte 2010 in einer Studie dazu auf, den Verzehr von Fleisch- und Milchprodukten zu verringern, da sich der landwirtschaftlich bedingte Ausstoß von Methan und Lachgas dadurch um mehr als 80 Prozent reduzieren ließe.
 
Bis 2050 sollen die Klimaschutzziele der Pariser Verträge erreicht werden. Dazu werden in allen Sektoren Innovationen vorangetrieben. Die wichtigste Entscheidung ist jedoch die mit dem Einkaufskorb, weg von tierischen Produkten hin zu einer rein pflanzlichen Ernährung.
Wenn der Konsum bleibt wie bisher, sind die Klimaziele bis 2050 nicht zu erreichen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien fordern zu einer Konsumänderung hin zu einer veganen Ernährung auf. Tierische Produkte sind klimaschädlicher als pflanzliche – dabei ist ihr Verzehr weder aus geschmacklicher noch aus gesundheitlicher Sicht notwendig
 
Im November 2017 findet in Bonn der Klimagipfel statt, in dessen Rahmen ein neues Klimaabkommen verabschiedet werden soll. Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass Klimaschutz nicht nur auf internationaler Ebene entschlossenes Auftreten verlangt: Jeder einzelne Verbraucher kann durch eine rein pflanzliche Ernährung seinen Beitrag dazu leisten, dass weniger Treibhausgase produziert werden. Mit dem kostenlosen Veganstart-Programm von PETA gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. PETA Deutschland e. V. ist die größte Interessenvertretung vegan lebender Menschen in Deutschland und vertritt die Ansicht, dass Tiere nicht dazu da sind, für die menschliche Ernährung ausgebeutet zu werden.
  
Quellen
Food and Agriculture Organization (2006): Livestock’s Long Shadow: Environmental Issues and Options. United Nations (UN).
Goodland R. and Anhang, J. (2009): Livestock and Climate Change: What if the key actors in climate change are ... cows, pigs, and chickens?. World Watch Magazine, 22 (06).
BMELV (2008): Bericht des BMELV für einen aktiven Klimaschutz der Agrar-, Forst- und Ernährungswirtschaft und zur Anpassung der Agrar- und Forstwirtschaft an den Klimawandel. Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.
Popp, A., Lotze-Campen, H., Bodirsky, B. (2010): Food consumption, diet shifts and associated non-CO2 greenhouse gases from agricultural production. Global Environmental Change, 20: 451-462.
United Nations Environment Programme (2010): Assessing the Environmental Impacts of Consumption and Production. Priority Products and Materials.
Wissenschaftlicher Beirat Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlicher Verbraucherschutz
und Wissenschaftlicher Beirat Waldpolitik beim BMEL (2016): Klimaschutz in der Land- und Forstwirtschaft sowie den nachgelagerten Bereichen Ernährung und Holzverwendung. Gutachten. Berlin: Wissenschaftlicher Beirat Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlicher Verbraucherschutz und Wissenschaftlicher Beirat Waldpolitik beim BMEL. http://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Ministerium/Beiraete/Agrarpolitik/Klimaschutzgutachten_2016.pdf
 
WANN & WO:
Mittwoch, 10. Mai 2017, 13 - 15 Uhr. Platz der Vereinten Nationen (Mercatorfläche), Bonn.
Interviewkontakt vor Ort: René Schärling, 0162 2319679
 
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Klimaschutz
PETA.de/Umwelt
Veganstart.de
 
 
Kontakt:
Denis Schimmelpfennig, +49 (0)711 860591-528, DenisS@peta.de