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Tiere töten als Freizeitspaß für Kinder? PETA appelliert an Stadt Rotenburg , kein Ferienangeln mehr anzubieten

 
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Tierrechtsorganisation verweist auf Vorbild Osnabrück

Stand April 2017
Rotenburg (Wümme) / Stuttgart, 10. April 2017 – Respekt statt Tierleid: Die Stadt Rotenburg  bietet für Kinder und Jugendliche in den Sommerferien auch das Angeln an. PETA hat sich nun schriftlich an die Stadt gewandt und gebeten, dem Beispiel der Stadt Osnabrück zu folgen und das Angeln aus dem Ferienprogramm zu streichen. Osnabrück hatte im März 2017 bekannt gegeben, das Angebot aus ethischen und pädagogischen Gründen ab diesem Jahr einzustellen. Auch begründet die Stadt ihre Entscheidung damit, dass beim Ferienangeln das Freizeitvergnügen und nicht die Nahrungsgewinnung im Vordergrund steht. Laut Tierschutzgesetz muss jedoch ein vernünftiger Grund für das Töten eines Wirbeltieres vorliegen und ein solcher ist laut Gesetz nur der Verzehr der Fische. Aus diesem Grund hatte PETA den Leiter der Osnabrücker Ferienpassaktion 2016 angezeigt.

„Auch wenn Kinder gerne am Wasser und in der Natur sind, fühlen sie sich in der Regel unwohl, wenn ein Tier verletzt und getötet wird. Gelingt es den Erwachsenen, ihnen ihr natürliches Mitgefühl auszureden, lernen sie, es auch künftig zu ignorieren und verlieren ihr natürliches Empathievermögen“, so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin und Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei PETA. „Wir appellieren an die Stadt Rotenburg, das Angeln aus dem Ferienangebot zu streichen und stattdessen tierfreundliche Aktivitäten in der Natur anzubieten, wie zum Beispiel Tiere beobachten, Wandern, Klettern oder Kanu zu fahren.“

Fische sind neugierige und freundliche Wirbeltiere mit individuellen Persönlichkeiten. Sie haben ein komplexes Sozialleben, kommunizieren auf vielfältige Weise, fühlen und schließen Freundschaften. Neben internationalen wissenschaftlichen Studien, die bestätigen, dass Fische Schmerzen spüren [1] und sich an diese erinnern [2], kommt auch das Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, in seiner Stellungnahme für die Bundesregierung zu dem Schluss, dass „Fische zur Schmerzwahrnehmung fähig sind und entsprechend als sensible Lebewesen behandelt und geschützt werden sollten.“ [3]

[1] http://dx.doi.org/10.1016/S0168-1591(03)00113-8.
[2] PETA.de/Fische-Schmerz-Neocortex
[3] Stellungnahme des FLI zu den Veröffentlichungen von Rose et al. (2012) sowie Arlinghaus und Cyrus (2013) (Berichterstatter: Dr. Michael Marahrens, Dr. Inga Schwarzlose).
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Fische

Kontakt:
Denis Schimmelpfennig, +49 (0)711 860591-528, DenisS@peta.de