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Universität Konstanz erhält Freischein für quälerische Taubenexperimente: PETA fordert Verantwortliche in offenem Brief auf, Projekt zu beenden

 
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Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert leidvolle Tierversuche

Stand September 2016
Konstanz / Stuttgart 14. September 2016 – Tiere als Versuchsinstrumente: Medienberichten zufolge werden an der Universität Konstanz derzeit tierquälerische Experimente an Tauben durchgeführt. Ein Tier, das aus dem Versuch stammt, wurde nun orientierungslos und entkräftet in der Schweiz aufgefunden; es war mit einem Plastikhelm auf dem Kopf sowie einem Peilsender auf dem Rücken ausgestattet und damit erheblich in seinem Seh- und Flugvermögen eingeschränkt. Finanziert wird das aktuelle „Forschungsprojekt“ der Universität Konstanz mit einer Summe von 1,2 Millionen Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) – einer Organisation, die im großen Stil mit Geldern aus der Staatskasse unter anderem Tierversuche an Universitäten unterstützt. In einem offenen Brief fordert die Tierrechtsorganisation PETA nun den Projektleiter der Hochschule Konstanz auf, die tierquälerischen Experimente umgehend einzustellen und künftig auf tierfreie Forschungsmethoden zu setzen.
 
„Mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft führt die Universität Konstanz bereits zum wiederholten Mal tierquälerische Experimente durch – dabei müssen die Verantwortlichen vorab nicht einmal vorgaukeln, dass es Aussicht auf Erfolge gibt“, so Stephanie Kowalski, Tierärztin und Fachreferentin gegen Tierversuche bei PETA. „Zukunftsorientierte und verantwortungsvolle Forschung bedient sich weder rückschrittlicher noch unethischer Tierversuche, sondern setzt auf relevante Fragestellungen und tierfreie Alternativmethoden.“
 
Im Jahr 2014 standen der DFG zur Finanzierung diverser Projekte – darunter auch Tierversuche – 2,8 Milliarden Euro aus der Staatskasse zur Verfügung. Das aktuelle Experiment an Tauben wird im Rahmen des Reinhart-Koselleck-Projekts mitfinanziert und soll sich mit der „Visualisierung der Antwort des Gehirns auf Magnetrezeption“ beschäftigen – also Aufschluss darüber geben, wie die Tiere das Erdmagnetfeld wahrnehmen. Um den Zuschlag eines Koselleck-Projektes zu erhalten, zählen einzig der Lebenslauf des „Forschers“ sowie die Innovativität seines Projektes – absehbare Erfolgsaussichten als Bürge für das Forschungsvorhaben müssen nicht vorliegen.

Experimente wie das aktuelle an der Universität Konstanz werden nur durchgeführt, weil der Mensch Tauben als „Sportgeräte“ für Wettflüge missbraucht. Von Natur aus gibt es keine sogenannten Brieftauben oder Botentauben – der Mensch nutzt die Treue der Tiere und ihr Orientierungsvermögen aus. Ursprünglich geht diese „Zwangsdressur“ auf die Erforderlichkeiten kriegerischer Auseinandersetzungen zurück; Tauben waren „Tiere im Krieg“. Heutzutage gibt es E-Mails, Telefon und Fax – und damit keinen Anlass, den sensiblen Tieren Leid zuzufügen.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Brieftaubensport
PETA.de/Tierversuche
 
Kontakt:
Denis Schimmelpfennig, +49 (0)711 860591-528,  DenisS@peta.de